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29.11.2005

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So grenzen Sie ab: Betriebsergebnis, Gewinn, Jahresüberschuss

Für die meisten Unternehmer zählen nur Umsatz und Gewinn. Im Gespräch mit Ihrem Banker oder Steuerberater ist es aber wichtig, dass Sie über die verschiedenen Spielarten des Gewinns Bescheid wissen.

Betriebsergebnis (operativer Gewinn): Hier sehen Sie, was Sie mit Ihrem operativen Kerngeschäft verdienen. Also: Umsatz minus Material (bzw. Waren-)einsatz minus Kosten. Im Betriebsergebnis sind nicht berücksichtigt: Zinsen, Steuern, neutrale und außerordentliche Aufwendungen bzw. Einnahmen.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: Diese Position findet sich in der Gewinn- und Verlustrechnung Ihres Jahresabschlusses ziemlich weit am Schluss. Im Regelfall reden wir hier vom Betriebsergebnis minus Zinsen. Noch nicht abgezogen sind: Steuern und außerordentliche Aufwendungen.

Gewinn: Dieser Begriff wird in der Fachsprache eigentlich wenig verwendet. Denn jeder versteht darunter etwas anderes. Gebräuchlich sind aber die Ausdrücke „Vor-Steuer-Gewinn“ und „Nach-Steuer-Gewinn“.

Jahresüberschuss: Dies ist die allerletzte Position in der Gewinn und Verlustrechnung. Hier steckt nun wirklich alles drin. Wichtig: auch Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer sind hier schon abgezogen. Es handelt sich also um den Nach-Steuer-Gewinn.

Beispiel: Umsatz 100.000 - Wareneinsatz 60.000 = Rohertrag 40.000.
Personalkosten 20.000 + sonstige Kosten 10.000 = Gesamtkosten 30.000. Betriebsergebnis (operatives Ergebnis) = Rohertrag - Gesamtkosten = 10.000. Betriebsergebnis - Zinsaufwand 7.000 = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.000.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - GewSt 375 - KSt 700 = Jahresüberschuss 1.925.


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