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06.07.2015

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Dienstwagen zur Privatnutzung kostet Sie Mehrwertsteuer

Jeder weiß, dass die Überlassung eines Dienstwagens beim Arbeitnehmer Lohnsteuer und Sozialabgaben auslöst. Einige – aber längst nicht alle – wissen, dass die Überlassung aus Sicht des Arbeitgebers als fiktive Vermietung des Autos für ein Prozent des Bruttolistenneupreises angesehen wird. Und aus diesem Bruttowert müssen 19/119 Prozent Mehrwertsteuer abgeführt werden.

Beispiel: Ein Auto mit Bruttolistenneupreis 40.000 Euro wird an einen Arbeitnehmer überlassen. Dieser versteuert ein Prozent (= 400 Euro) und führt darauf Lohnsteuer und Sozialabgaben ab. Aus Sicht des Arbeitgebers stellen die 400 Euro des Arbeitnehmers eine Nettomiete von 336,13 Euro + 19 Prozent Mehrwertsteuer = 63,87 Euro dar. Und diese 63,87 Euro müssen jeden Monat an das Finanzamt abgeführt werden!

Wie bucht man das? Im Soll: Personalkosten 400 Euro, im Haben: „Verrechnete Sachbezüge“ 336,13 Euro und Umsatzsteuer 63,87 Euro. Viele Gehaltsabrechnungsprogramme generieren diese Buchung automatisch, aber nicht alle. Im Fall einer Betriebsprüfung drohen also im besten Fall Nachzahlungen und im schlimmsten Fall unangenehme Vorwürfe.


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