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05.09.2008

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Wann und in welcher Höhe Ihr Steuerberater haften muss

Falls Sie Ihr Steuerberater falsch berät und Ihnen dadurch ein Schaden entsteht, ist er zum Schadensersatz verpflichtet. Alle Steuerberater sind von Gesetzes wegen verpflichtet, für solche Fälle eine Haftpflichtversicherung mit einer Summe von 250.000 Euro abzuschließen. Manche Steuerberater haben sogar die vierfache Summe versichert, also eine Million Euro je Schadensfall.

Haftungsbegrenzung: Häufig vereinbart der Steuerberater eine Haftungsbegrenzung für darüber hinausgehende Schäden. Das ist aus seiner Sicht auch nachvollziehbar, denn eine Existenzgefährdung will kein Steuerberater auf sich nehmen. Geht es bei Ihnen um große stille Reserven (diese stecken in der Regel vor allem in Immobilien und/oder Aktienpaketen sowie GmbH-Beteiligungen), kann sich in bestimmten Fällen eine Erweiterung dieser Versicherungssumme empfehlen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Sie größere Umgestaltungen wie z. B. Einbringungen, Umwandlungen, Übertragungen oder Schenkungen planen.

Schockierender Praxisfall: Uns ist aktuell ein Fall bekannt geworden, in dem eine florierende Firma im Rahmen einer Betriebsprüfung mit einer Steuerforderung von 3 Mio. Euro aufgrund eines Beratungsfehlers des Steuerberaters konfrontiert wurde. So viel Schadensersatz leistet in der Regel keine Versicherung.

Unser Rat: Falls es bei Ihnen um große Werte geht und Sie Einbringungen, Umwandlungen, Übertragungen oder Schenkungen planen, sollten Sie Ihren Steuerberater bitten, die Versicherungssumme konkret für dieses Vorhaben aufzustocken. Das wird Sie zwar ein paar Tausend Euro Prämie kosten. Das kann aber immer noch billiger sein, als auf einer 6-stelligen oder 7-stelligen Steuernachforderung des Finanzamts sitzen zu bleiben, weil selbst ein
vermögender Steuerberater einen Schadensersatz in dieser Höhe nicht erbringen kann.


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