Newsletter

Zum PDF Archiv

19.03.2007

Als PDF herunter laden

Wann Sie bei Geschenken keine Namen notieren müssen

Machen Sie einem Geschäftspartner ein Geschenk, müssen Sie den Empfängernamen notieren. Auf diese Art und Weise will das Finanzamt kontrollieren, dass Sie die 35 Euro-Grenze pro Kopf und Jahr einhalten. Doch nicht alles, was ein Betriebsprüfer für ein „Geschenk“ hält, fällt unter diese Vorschrift.

Werbegeschenke: Wenn Sie unmittelbar beim Kauf Reklamegegenstände zu Ihren Waren mit dazugeben (z. B. Kugelschreiber, Feuerzeuge, Regenschirme usw.), sind das keine Geschenke im obigen Sinne. Das Gleiche gilt, wenn Sie damit werben, dass man beim Kauf etwas geschenkt bekommt. Beispiel: „Beim Kauf eines Autos erhalten Sie eine Reise nach Mallorca geschenkt!“

Häufiger Irrtum von Betriebsprüfern: Diese behaupten oft, die Vorschrift über Werbegeschenke würde nur für „Reklamegegenstände von geringem Wert“ gelten. Die Prüfer beziehen sich dabei auf einen verstaubtes BMF-Schreiben von 1995 (BMF 08.05.95) und übersehen geflissentlich, dass sich dieses auf die 2001 aufgehobene „Zugabeverordnung“ bezieht. Da es seitdem erlaubt ist, auch mit großzügigen „Geschenken“ zu werben, gehören die Aufwendungen für solche Geschenke zum Posten „Wareneinkauf“ und nicht etwa zu der Position „beschränkt abzugsfähige Geschenke“. Eine Aufzeichnungspflicht gibt es folglich auch nicht.

Wichtig ist also diese Grundregel: Machen Sie Geschenke in unmittel-barem Zusammenhang mit dem Kauf, sind diese unbeschränkt abzugsfähig und die Empfängernamen müssen nicht namentlich aufgezeichnet werden. Umgekehrt: Verschenken Sie etwas ohne konkreten Bezug zu einem Kauf Ihres Kunden, handelt es sich um Geschenke im Sinne des Steuergesetzes (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG), bei denen Sie den Empfängernamen dokumentieren müssen und außerdem die 35-Euro-Netto-Grenze pro Empfänger und Kalenderjahr zu beachten haben.


zurück