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27.10.2005

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Keine Lohnsteuer auf niedrig verzinsliche Mitarbeiter-Darlehen

Gewähren Sie einem Mitarbeiter ein zinsgünstiges Darlehen, d. h. aktuell unter fünf Prozent Zins, gilt das als „geldwerter Vorteil“.

Aktuelles Urteil: Die Finanzverwaltung muss sich aber bei der Festlegung des maßgeblichen Zinssatzes an der Marktsituation orientieren. So wurde in dem Urteil ein Zinssatz von 4,99 Prozent im Jahre 1999 als nicht lohnsteuerpflichtig angesehen, obwohl damals immerhin ein Grenzwert von sechs Prozent galt. (Fundstelle: FG Köln, 10.03.05, EFG 05, 1183) 

Aktuelle Situation: Seit 2004 gilt ein Mindest-Zinssatz von fünf Prozent. Noch billigere Darlehen müssten danach eigentlich als „geldwerter Vorteil“ gelten. Doch inzwischen sind die Zinsen schon wieder gefallen und die Finanzverwaltung hat den Grenzzinssatz nicht nach unten angepasst. (Rechtsgrundlage: R 31 Abs. 11 LStR 2005)

Fazit: Sofern Sie Mitarbeitern Darlehen über 2.600 Euro gewähren, sollten Sie - um eine Steuerpflicht sicher zu vermeiden - mindestens fünf Prozent Zinsen verlangen.

Falls es aber wegen eines niedrigeren Zinssatzes zu Diskussionen mit dem Finanzamt kommt, argumentieren Sie so: Auch ein niedrigerer Zins ist in Anbetracht der momentanen Zinslandschaft üblich. ein Sachbezug kann daher nicht vorliegen. Verweisen Sie auf obiges Urteil. Tipp: Zinsverbilligte oder gar zinslose Darlehen bis 2.600 Euro pro Kopf sind grundsätzlich steuerfrei.


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