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29.03.2005

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Private Rentenversicherungen sind jetzt steuerlich attraktiver

Die Rentenbesteuerung wurde mit Wirkung ab 2005 komplett neu geregelt. Während gesetzliche Renten jetzt deutlich stärker besteuert werden, sinkt die Steuerlast für private Rentenversicherungen. Beispiel: Wenn die private Rente mit 65 Jahren beginnt, müssen nicht mehr - wie früher - 27 Prozent, sondern nur noch 18 Prozent der Rente versteuert werden. Typische Fälle: Renten aus einem Versicherungsvertrag oder Versorgungsrenten aus Vermögensübergaben. (Fundstelle: § 22 Nr. 1 Abs. 3, a) bb) Satz 4 EStG)

Beispiel 1: Bei Frau Müller (60) wird 2005 eine Lebensversicherung fällig - steuerfrei versteht sich, weil vor 2005 abgeschlossen. Frau Müller kassiert 250 000 Euro ohne Abzüge. Die Versicherung bietet ihr an, den Betrag zu verrenten und garantiert Frau Müller eine lebenslange Zahlung von 970 Euro im Monat plus Überschüsse. Von dieser Rente müsste Frau Müller 22 Prozent mit ihrem individuellen Steuersatz versteuern. 2004 lag der Ertragsanteil hingegen noch bei 32 Prozent, also 10 Prozent höher!

Beispiel 2: Herr Meier senior (65) schenkt seinem Sohn ein Mietshaus mit 3000 Euro Monatsmiete. Der Sohn muss dem Vater dafür bis an dessen Lebensende 2500 Euro monatliche Leibrente zahlen. Der Vater versteuert dann nur 18 Prozent dieser Zahlungen. Er muss ab 2005 also 5298 Euro (18 Prozent von 12 x 2500 Euro minus Pauschbetrag 102 Euro) mit seinem individuellen Steuersatz versteuern, obwohl er nicht 5298, sondern 30 000 Euro kassiert.

Fazit: Private Rentenversicherungen sind 2005 steuerlich viel attraktiver geworden, denn der steuerpflichtige Ertragsanteil ist stark abgesunken. Davon profitieren auch Empfänger privater Versorgungsrenten.

IZW-Service: Der steuerpflichtige Ertragsanteil richtet sich nach dem Alter bei Rentenbeginn. Die neuen Ertragsanteile finden Sie hier.


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