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15.04.2002

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Wie Sie sich und Ihren Mitarbeitern zu steuerfreiem Urlaubsgeld verhelfen

Eine etwas versteckte Vorschrift im Einkommensteuergesetz, die selbst manchen Steuerberatern nicht geläufig ist, bietet Ihnen unter dem Namen „Erholungsbeihilfe“ die Möglichkeit zu einem kleinen, aber steuerfreien Extra-Urlaubsgeld.

Das sind die Regeln: Jeder Arbeitnehmer - auch der GmbH-Geschäftsführer - kann einmal im Jahr zum Urlaubsantritt 156 € netto ausgezahlt bekommen. Für den Ehegatten kann die GmbH noch einmal 104 € drauf legen und für jedes auf der Lohnsteuerkarte eingetragene Kind 52 €. Der Arbeitgeber muss dafür 25 Prozent Pauschalsteuer (plus Soli und evtl. Kirchensteuer) abführen. Sozialversicherung fällt nicht an.

Beispiel: GmbH-Geschäftsführer Moser (verheiratet, 2 Kinder) erhält zum Urlaubsantritt 364 € (156 € + 104 € + 2 x 52 €) netto. Die GmbH verbucht diese Zahlung sowie die Pauschalsteuer, also insgesamt 460 € (Kirchensteuer nicht berücksichtigt) als Betriebsausgabe und spart so etwa 184 € Steuern (ca. 40 Prozent).

Achtung Experten-Falle: Es gibt zwei Arten von Erholungsbeihilfen, die selbst von Steuerexperten immer wieder verwechselt werden. Zum einen gibt es die steuerfreie Erholungsbeihilfe, die eine medizinisch nachgewiesene Erholungsbedürftigkeit voraussetzt und deshalb in der Regel ausscheidet (Rechtsgrundlage: R 11 Abs. 2 LStR). Zum anderen gibt es die hier besprochene pauschal versteuerte Erholungsbeihilfe, die an keine besonderen Voraussetzungen geknüpft ist. Der betreffende Arbeitnehmer (bzw. Geschäftsführer) muss nur innerhalb von drei Monaten vor oder nach der Auszahlung in Urlaub gehen. (Rechtsgrundlage: § 40 Abs. 2 Nr. 3 EStG)
 
Tipp: Übergeben Sie den Betrag gegen Quittung am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub in bar. So erreichen Sie den höchsten Motivationseffekt. Fazit: Nutzen Sie die pauschal versteuerte Erholungsbeihilfe, um guten Mitarbeitern und Ihnen selbst einen steuergünstigen Zuschuss zum Urlaub zu verschaffen.


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