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21.04.2021

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Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit: kürzeste Strecke zählt

Wenn ein Arbeitnehmer (oder Geschäftsführer) den Dienstwagen auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzt, muss dieser geldwerte Vorteil versteuert werden, und zwar mit 0,03 Prozent vom Listenpreis pro Kilometer. Dabei erlaubt die Finanzverwaltung, dass nicht die tatsächlich gefahrene Strecke, sondern die kürzest mögliche, zugrunde gelegt wird. (BMF, 04.04.18, BStBl. I 18, 592)

Beispiel: Die kürzest mögliche Strecke wäre 15 Kilometer lang. Über die Autobahn geht es aber schneller, dann sind es 23 Kilometer. Der geldwerte Vorteil für die Lohnabrechnung muss nur auf Basis von 15 Kilometern gerechnet werden.

Wenige Fahrten ins Büro: Gerade in Coronazeiten haben viele Arbeitnehmer ihre Fahrten ins Büro reduziert. Fährt man deutlich weniger als 180 Tage im Jahr in den Betrieb, lohnt es sich, die Fahrten nicht mit 0,03 Prozent pro Monat, sondern mit 0,002 Prozent je einzelne Fahrt zu bewerten.

Für die Kilometer gilt die gleiche Regelung wie sonst auch: Nicht die tatsächlich gefahrene Strecke, sondern die kürzest mögliche wird zugrunde gelegt.

Allerdings sind inzwischen einige Fälle bekannt geworden, in denen Lohn­steuerprüfer sagen: „Diese Regel mit der kürzest möglichen statt der tatsächlich gefahrenen Strecke gilt nur bei der 0,03-Prozent-Methode, nicht aber bei der Einzelbewertung.” Dafür gibt es aber keine Rechtsgrundlage, das sollten Sie sich auch nicht gefallen lassen.


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