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03.05.2019

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Die beliebtesten Tricks betrügerischer Buchhalter

Immer wieder liest man in der Zeitung von Fällen, in denen Buchhalter große Summen in der eigenen Firma unterschlagen haben. Ein befreundeter Wirtschaftsprüfer berichtete uns erst jetzt wieder, dass ein Mandant ein anonymes Schreiben erhalten habe, mit dem Inhalt, er möge doch seinen Buchhalter einmal unter die Lupe nehmen. Deshalb hier nochmals die beliebtesten Tricks – und wie Sie dagegen vorgehen.

  1. Lieferungen nicht erfassen: Prüfen Sie, ob es möglich ist, nach erfolgter Lieferung einen Lieferschein zu stornieren, damit eine Rechnungsstellung unterbleibt. Ein krimineller Mitarbeiter könnte in Zusammenarbeit mit einem unseriösen Kunden gemeinsame Sache machen. Und zwar würde er mit dem (ebenfalls kriminellen) Kunden vereinbaren, dass dieser direkt an den Mitarbeiter – statt an Ihr Unternehmen - bezahlt.
  2. Manipulierte Ausgangsrechnungen mit falscher Kontonummer: Der Täter könnte hier Ausgangsrechnungen schreiben und statt Ihrer Bankverbindung seine eigene Bankverbindung angeben. Dann muss er dafür Sorge tragen, dass diese Rechnung in der Buchhaltung gar nicht verbucht wird oder - nach erfolgter Verbuchung - gelöscht wird. Dies kann unterbunden werden, indem jede Rechnung automatisch sofort verbucht wird und auch nicht mehr rückstandsfrei gelöscht werden kann, sondern nur per Stornobuchung. Dann würden diese Stornobuchungen auffallen.
  3. Erfundene Rechnungen überweisen: Seit einigen Jahren prüfen Banken nicht mehr, ob der Empfängername und Name des Kontoinhabers über­einstimmen. Wenn der Buchhalter der Gleiche ist wie der, der überweist (was nicht sein sollte), könnte er erfundene Rechnungen einbuchen und diese dann überweisen auf ein Konto, das auf seinen Namen lautet. Diese Vorgänge laufen allerdings über die Buchhaltung. Dass der Mitarbeiter die Bezahlung von echten Lieferanten-Rechnungen auf sein eigenes Konto umleitet, ist unwahrscheinlich, weil da früher oder später eine Mahnung des Lieferanten käme.

Unsere Tipps für Sie:

  • Buchhalter und „Überweiser“ sollten zwei verschiedene Personen sein.
  • Schließen Sie eine rückstandsfreie Löschung von Buchungssätzen und Lieferscheinen aus, sodass man über Stornobuchung der Sache auf die Spur kommt.
  • Nehmen Sie sich die Bank-Kontoauszüge der letzten Monate vor, suchen Sie nach größeren Überweisungen (was „ein größerer Betrag“ ist, legen Sie fest) und suchen Sie nach wiederkehrenden größeren Zahlungen.

 


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