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06.10.2014

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Mythos und Wahrheit: Können Reiche erfolgreicher anlegen als Normalbürger?

Dieser Mythos ist kaum auszurotten: Reiche kommen an besonders lukrative Geldanlagen heran, die dem Normalbürger verwehrt bleiben. Eine Reihe von aktuellen Beispielen zeigt jedoch, dass es nicht so ist. Im Folgenden ein paar typische Mythen über die Geldanlagen der Reichen.

Irrtum 1: Reiche kommen an bessere Geldanlagen heran als Normalbürger
. Richtig ist: Reiche können sich auch einmal einen Totalausfall für hochriskante Geldanlagen leisten - Normalbürger eher nicht. Und manchmal sind solche Hochrisiko-Anlagen zufällig hochrentabel. Oft sind sie aber nur „Schrott“ (siehe Esch-Fonds) - oder sogar Betrug. Auch der Milliarden-Betrüger Bernie Maddoff akzeptierte nur Superreiche zum Abzocken. Und die freuten sich sogar richtig, nachdem sie nach jahrelanger Warteliste endlich in den Kreis der Erlauchten aufgenommen wurden, die acht bis zwölf Prozent Rendite pro Jahr „ohne Risiko“ erhielten. Das Ende ist bekannt: 50 Milliarden Dollar verloren.

Irrtum 2: Geschlossene Fonds sind ideal zum Steuernsparen. Richtig ist: Geschlossene Fonds sind ideal zur Geldvernichtung. Dass durch Geldvernichtung bisweilen auch Steuern gespart werden können, mag sein. Uns ist jedoch kein einziger geschlossener Fonds bekannt, der ein Erfolg wurde. Geschlossene Fonds sind aufgebläht mit überhöhten Kosten - im Fall Middelhoff sogar ganz offen deklariert mit 38,5 Prozent. Geld, das von der ersten Minute an verloren ist.

Irrtum 3: Hochbezahlte Experten können Geldanlagen aufspüren, die besonders gut laufen werden. Richtig ist: Zufällig können sie das sicher  - das kann aber auch ein Schimpanse -, planmäßig nicht. Das musste auch Carsten Maschmeyer erfahren, der Fondsmanager engagierte, um aufgehende Sterne am Investmenthimmel für ihn zu finden, bis jetzt mit äußerst mäßigem Erfolg (SPIEGEL 33/14). Dass Maschmeyer nun seine 38-Milionen-Finca auf Mallorca wegen schlechter Entwicklung seiner Geldanlagen verkaufen muss, dementiert er jedoch …


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