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02.01.2004

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Können Sie sich noch nachträglich eine Tantieme genehmigen?

Langsam scheint die Konjunktur in Deutschland wieder anzuziehen. So manch ein GmbH-Chef, der in dem schlimmen Jahr 2002 wegen der schlechten Umsatzlage sein Gehalt rediziert hatte, hat nun ein - eigentlich erfreuliches - Problem: Die BWA wies gegen Ende des Jahres 2003 einen schönen Gewinn aus. Die Kehrseite: Das Finanzamt wird seinen Anteil daran einfordern. Manch ein Geschäftsführer ist nun auf der Suche nach kreativen Lösungen, um das zu vermeiden.

So ging es auch diesem Leser, der uns in den letzten Wochen des alten Jahres am Redaktionstelefon anrief: „Ich habe in 2002 wegen schlechter Geschäftslage mein Gehalt auf Null reduziert. In 2003 haben die Umsätze aber ganz ordentlich angezogen und es sieht nun nach einem respektablen Gewinn für 2003 aus. Kann ich mir noch nachträglich eine Tantieme genehmigen, damit die Gewerbesteuer nicht allzu hart zuschlägt?“

Das mussten wir antworten: Ihr Plan wird nicht klappen. Eine Tantiemevereinbarung muss vor Beginn des Wirtschaftsjahres abgeschlossen werden, für das sie gelten soll. Im konkreten Fall hätte sie also schon Ende 2002 beschlossen werden müssen. Wenn Sie erst im November 2003 eine solche Vereinbarung schließen, können Sie nur noch ein Zwölftel (nämlich für Dezember) der Gesamttantieme für 2003 erhalten.

Ein weiteres Problem: Selbst wenn man annimmt, dass der Leser in seinem „Kellerarchiv“ noch eine entsprechende Vereinbarung vom Dezember 2002 finden würde: Die Finanzverwaltung verlangt, dass sich die Gesamtbezüge zu mindestens 75 Prozent aus festem Gehalt und zu höchstens 25 Prozent aus Tantiemezahlungen zusammensetzen. Da der Leser jedoch sein Festgehalt auf Null reduziert hatte, wäre das Verhältnis bei ihm 0 : 100 statt 75 : 25. Das Risiko ist also hoch, dass das Finanzamt `rger macht.

Wenn es Ihnen nur um eine Gewinnsenkung geht - dann wählen Sie doch eine 100 Prozent sichere Alternative: Die Patentlösung hierfür lautet „Ansparabschreibung“. Hier können Sie auch noch lange nach dem Ablauf des betreffenden Jahres bis zu 154 000 Euro auf eine in der Zukunft unverbindlich geplante Investition abschreiben. Die einzige Voraussetzung ist, dass das Eigenkapital Ihrer GmbH am letzten Bilanzstichtag (also hier 31.12.02) höchstens 204 517 Euro betrug. Eine Ansparabschreibung schützt Sie steuerlich sicher und flexibel vor Steuernachzahlungen. (Fundstelle: § 7g Abs. 3 EStG)

Kostenloser IZW-Service: Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.
 


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