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16.12.2003

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Terminsache 31.12.: Ihre Tantiemen alle 3 Jahre prüfen

Nach den Steuer-Richtlinien müssen Sie bei Ihrer Geschäftsführer-Tantieme bestimmte Grenzen einhalten. Regel eins: Die Tantiemen von allen Geschäftsführern sollen zusammengerechnet höchstens die Hälfte des Vor-Steuer-Gewinns betragen. Regel zwei: Außerdem sollen die Geschäftsführerbezüge mindestens zu drei Vierteln aus festen Bestandteilen und höchstens zu einem Viertel aus Tantiemen bestehen. (Fundstelle: A 33 Abs. 2 KStR)

Alle drei Jahre wird die Überprüfung verlangt: Insbesondere wenn die Gewinne in Ihrer GmbH stark angestiegen sind, besteht die Gefahr, dass Ihre Tantieme mehr als die Hälfte des Gewinns oder mehr als ein Viertel der Gesamtbezüge ausmacht. Falls Sie also Ihre Tantiemeregelung zuletzt Ende 2000 geprüft haben, sollten Sie jetzt einen Umsatz- und Gewinnplan für die nächsten drei Jahre aufstellen und Ihren Tantiemesatz so festlegen, dass Sie die oben genannten Grenzen einhalten.

Beispiel: Geschäftsführer Huber war im Jahr 2000 von einem durchschnittlichen GmbH-Gewinn von 100 000 Euro ausgegangen. Da er Festbezüge von 75 000 Euro hatte, vereinbarte er einen Tantiemeprozentsatz von 25 Prozent (= 25 000 Euro). Damit hatte er die Grenzwerte der Finanzverwaltung eingehalten. Aufgrund guter Geschäftslage ist der Gewinn der Huber-GmbH jedoch bis 2003 auf 200 000 Euro gestiegen. Damit hat die Tantieme die 25-Prozent-Grenze gesprengt. Das macht aber - zumindest bis Ende 2003 - nichts, weil dies bei der Planung im Jahr 2000 nicht abzusehen war.

Jetzt darf der Geschäftsführer aber nicht untätig bleiben: Falls er seine Tantiemevereinbarung einfach so weiter laufen lässt, ohne die alle drei Jahre vorgeschriebene Prüfung durchzuführen, riskiert er `rger mit dem Finanzamt.

Hinweis für Mutige: Diese starren Regeln für Geschäftsführer-Tantiemen geraten mehr und mehr ins Wanken. Gleichwohl werden sie von den Finanzämtern immer noch angewandt. Wer Diskussionen mit dem Betriebsprüfer nicht scheut, kann sich natürlich über diese Richtlinien hinwegsetzen, weil sie nur das Finanzamt, nicht aber den Steuerzahler binden. Aber: Wer keinen `rger mit dem Finanzamt und keine Steuernachzahlungen riskieren will, sollte seine Tantiemeregelung alle drei Jahre auf Übereinstimmung mit den Steuerrichtlinien hin überprüfen (s. o.).


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