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19.11.2012

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44-Euro-Freigrenze gilt nicht für Bahn-Jahreskarten

Der Fall: Ein Arbeitgeber hatte seinen Mitarbeitern Jahreskarten für die Bahn übergeben und wollte - obwohl der Wert der Jahreskarte weit über 44 Euro lag - diesen Sachbezug im Rahmen der Sachbezugsfreigrenze in Höhe von 44 Euro je Monat als steuerfrei behandelt wissen.

Sein Argument: Die Bahn buchte nicht alles auf einmal ab, sondern pro Monat und Mitarbeiter jeweils weniger als 44 Euro.

Finanzamt und Finanzgericht spielten hier nicht mit: Es kommt nicht darauf an, wie beim Arbeitgeber abgebucht wird, sondern darauf, was die jeweilige Sache (bzw. hier die Fahrkarte) wert ist, die einem Mitarbeiter in einem Monat übergeben wird. Nicht ausgenutzte Beträge eines Monats kann man nicht in andere Monate schieben.

Beispiel: Ein Benzingutschein über 80 Euro im Januar und keiner im Februar: alles ist steuerpflichtig. Jeweils ein Benzingutschein für 40 Euro im Januar und einer für 40 Euro im Februar: Beides ist steuerfrei.

Fazit: Monatskarten mit einem Wert von 44 Euro können steuerfrei übergeben werden (aber dann keine weiteren steuerfreien Sachbezüge mehr), Jahres­­karten aber nicht (außer wenn die Jahreskarte nur 44 Euro wert wäre). Auch dann nicht, wenn die Bahn den Jahrespreis in 12 Monatsraten unter jeweils 44 Euro abbucht. (FG Rheinland-Pfalz, 30.08.11, 3 K 2579/09: Revision beim BFH: VI R 56/11)


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