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18.02.2002

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Ist ein Darlehen von Ihrer GmbH besser als eine Gewinnausschüttung?

Derzeit beträgt der Einkommensteuer-Spitzensatz noch 48,5 Prozent. Nächstes Jahr sinkt er auf 47 Prozent und ab 2005 auf 42 Prozent. Häufig wird deshalb empfohlen, GmbH-Gewinnausschüttungen bis 2005 zurückzustellen. Falls man schon vorher Geld brauche, wird geraten, sich ein Darlehen von der GmbH gewähren zu lassen.

Der Hintergrund dieser Überlegungen: Das Darlehen brauchen Sie nicht zu versteuern. 2005 zahlen Sie es wieder an die GmbH zurück. Sie beschließen im Gegenzug eine Gewinnausschüttung aus Ihrer GmbH. Erst im Jahr 2005 zahlen Sie somit Steuern auf die Gewinnausschüttung - dann freilich nur noch 42 Prozent.

Bei näherem Hinsehen geht die Rechnung jedoch nicht auf: Denn Sie müssen Ihrer GmbH Zinsen für die Kapitalüberlassung zahlen. Sonst würde das Finanzamt eine ungünstige „verdeckte Gewinnausschüttung“ unterstellen. Diese Zinsen muss Ihre GmbH versteuern - während Sie sie im Regelfall nicht steuerlich geltend machen können. Konkret: Ihre GmbH zahlt auf die Zinszahlungen, die sie von Ihnen bekommt, mehr Steuern, als Sie durch die Verschiebung von 2002 auf 2005 sparen.

Deshalb gilt: Entnehmen Sie so viel Geld aus Ihrer GmbH - als Gehalt oder Gewinnausschüttung -, wie Sie privat brauchen. Den Rest lassen Sie bis 2005 in Ihrer GmbH und schütten erst dann aus. Einen überschießenden Liquiditätsbedarf bis 2005 durch ein Darlehen aus der GmbH zu überbrücken lohnt sich im Regelfall nicht.

Ausnahme: Sie setzen das Darlehen von Ihrer GmbH für eine Investition ein, bei der Sie die an die GmbH bezahlten Zinsen steuerlich geltend machen können. Das könnte z. B. beim Kauf einer Mietwohnung der Fall sein.

Kostenloser IZW-Leserservice: Musterformulierungen für ein Darlehen von Ihrer GmbH finden Sie hier.


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