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19.11.2012

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Lohnsteuer auf nicht ausbezahlte Weihnachtsgelder des Gesellschafter-Geschäftsführers?

An einer GmbH waren Mann und Frau jeweils zu 50 Prozent beteiligt. Der Mann war der Geschäftsführer, und laut Vertrag sollte ihm Weihnachts- und Urlaubsgeld zustehen. Allerdings zahlte die GmbH das nicht aus und führte auch keine dementsprechende Aufwandsbuchung durch. Gleichwohl wollte das Finanzamt die Weihnachtsgelder bei dem Geschäftsführer versteuern, obwohl er sie gar nicht bekommen hatte.

Begründung des Finanzamts: Wenn er gewollt hätte, hätte er das Weihnachtsgeld ja bekommen können. Das sei genauso gut wie ausbezahlt und damit sei Lohnsteuer fällig. Das Finanzgericht lehnte das jedoch ab. Der Mann hatte Glück, weil ihm die 50-prozentige Beteiligung seiner Frau nicht zugerechnet und er dadurch nicht als „beherrschend“ angesehen wurde.

Unser Rat: Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte nicht – wie im Urteilsfall – lediglich konkludent verzichten. Das reicht nicht. Vielmehr sollte der Verzicht vor Fälligkeit des Weihnachtsgelds oder Ähnlichem ausdrücklich schriftlich erfolgen. (FG Schleswig-Holstein, 1 K 83/11, EFG 2012, 1543; Az. BFH VI R 24/12)


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