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24.10.2012

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Das sollten Sie zum Arbeitgeber-Darlehen wissen

Es spricht grundsätzlich überhaupt nichts dagegen, seinen Mitarbeitern in Notsituationen und bei eigener guter Ertragslage mit einem Arbeitgeber-Darlehen auszuhelfen. Wichtig für Sie dabei aber ist, dass Ihre wohl gemeinte Unterstützung nicht zur eigenen „Falle“ wird.

Was ist ein Arbeitgeber-Darlehen? Der Arbeitgeber überlässt gemäß einem einvernehmlich vereinbarten schriftlichen Darlehensvertrag dem Arbeitnehmer eine größere Geldsumme, die über die jeweilige Lohnzahlung hinausgeht und zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückbezahlt werden muss. Der Arbeitgeber darf auch eine Zinsvereinbarung treffen. Bei Darlehen ist der Arbeitgeber an den Gleichbehandlungsgrundsatz gebunden, was heißt, dass er anderen Mitarbeitern zu denselben Konditionen Darlehen gewähren muss.

Die Rückzahlung des Darlehens: Die Probleme für Sie könnten schon damit beginnen, dass Sie es versäumt haben zu vereinbaren, dass die komplette Darlehenssumme automatisch bei Kündigung durch den Arbeitnehmer sofort fällig wird. Andernfalls gilt nämlich die ratenweise Rückzahlung.

Verrechnung der Darlehensforderung mit Gehaltsforderungen? Sie können grundsätzlich eine Aufrechnung der Rückzahlungsraten mit dem laufenden Entgeltanspruch vereinbaren. Das ist jedoch nur bis zur Höhe der Pfändungsfreigrenzen zulässig.

Sicherung der Darlehenssumme durch Aufrechnungsvereinbarung: Ihr Mitarbeiter kann Ihnen seinen Entgeltanspruch bis zur Höhe der Pfändungsfreigrenze in einer Aufrechnungsvereinbarung auch abtreten. Diese Entgelt-abtretung ist rechtlich zulässig.

Unser Tipp: Um dieser durchaus schwierigen Materie aus dem Weg zu gehen und Ihrem Mitarbeiter trotzdem helfen zu können, sollten Sie statt eines Darlehens einen Lohn-Vorschuss geben. Denn hier ist eine Verrechnung mit der monatlichen Entgeltforderung unkompliziert möglich.

Kostenloser IZW-Leserservice: Ein Muster für einen möglichen Arbeitgeber-Darlehensvertrag finden Sie hier.


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