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05.02.2010

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Eine „vGA“ kann man nicht mehr rückgängig machen

Eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) liegt in folgenden 3 Fällen vor:

1. Der Gesellschafter-Geschäftsführer genehmigt sich zu üppige Zahlungen: zu hohes Gehalt, zu hohe Miete, zu hohe Zinsen usw.

2. Sie schließen „unübliche“ Vereinbarungen ab, z. B. eine Umsatztantieme oder eine hohe Pension bei Null-Gehalt.

3. Sie machen zivilrechtliche Fehler: Eigentlich wäre alles angemessen und üblich, aber Sie vergessen z. B. den Gesellschafterbeschluss für die Gewinntantiemevereinbarung.

Für den Fall einer vGA sehen GmbH-Satzungen oft Rückzahlungsklauseln vor: Wenn der Betriebsprüfer eine vGA feststellt, muss der Gesellschafter diese dann an die GmbH zurückzahlen. Manche erhoffen sich, dass die vGA samt ihren Steuernachzahlungen dann rückgängig gemacht ist. Ein neues Urteil zeigt: Das kann man zwar schon vereinbaren, aber steuerlich nützt es nichts. Denn die Rückzahlung der vGA gilt als Einlage. Sie beseitigt also nicht die steuerlichen Folgen der vGA. (BFH, 14.07.09, DStR 09, 2142)

Sollte man solch eine Klausel dann überhaupt vereinbaren?
Bei der Ein-Mann-GmbH ist die Klausel völlig sinnlos. Durchaus sinnvoll kann die Klausel aber dann sein, wenn ein Minderheits-Gesellschafter Geschäftsführer ist. Denn dieser könnte sogar ein Interesse an einer vGA haben. Eine vGA unterliegt nämlich nur der Abgeltungssteuer (25 %), während Geschäftsführer-Gehalt dem Spitzensteuersatz (42 % bis 45 %) unterliegen kann. Die Zeche (die Steuernachzahlung) für die vGA bleibt hingegen an der GmbH hängen. Und einem Minderheits-Gesellschafter ist die Jacke (seine eigene Steuersituation) näher als die Hose (Steuernachzahlungen der GmbH, an der er nur mit 10 oder 20 Prozent beteiligt ist). Da kann eine Rückzahlungsklausel durchaus disziplinierend wirken.


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