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20.04.2009

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Das Verfahren der Gewerbesteuerfestsetzung: Arbeitsteilung zwischen Finanzamt und Kommune

Während die Körperschaftssteuer kurz und bündig vom Finanzamt festgesetzt und eingezogen wird, ist es bei der Gewerbesteuer komplizierter.


Zunächst wird im Schritt 1 das Finanzamt tätig.

Es ermittelt unter Zuhilfenahme von Hinzurechnungen und Kürzungen der Gewerbeertrag. Der Gewerbeertrag wird bei GmbHs dann mit der so genannten Steuermesszahl 3,5 % multipliziert und heraus kommt der Gewerbesteuermessbetrag. Dann geht es weiter bei der Kommune (s. Schritt 2), außer Sie haben Verlust gemacht. Dann bleibt es bei der Zuständigkeit des Finanzamts, das nämlich einen Gewerbesteuerverlustvortrag feststellt, den Sie in zukünftigen Jahren von Ihrem Gewerbeertrag abziehen können, so dass Ihr Verlust nicht verloren geht. Ein Verlustrücktrag in alte Jahre mit dem Ziel einer Gewerbesteuererstattung gibt es übrigens bei der Gewerbesteuer (anders als bei der Körperschaftssteuer) nicht.


2. Stufe: Die Kommune wird aktiv

Ihre Kommune bekommt vom Finanzamt die Mitteilung über den Gewerbesteuermessbetrag und multipliziert ihn mit dem örtlichen Hebesatz.

Einfaches Beispiel: Angenommen, Ihre GmbH hat 100.000 Euro Gewinn vor Steuern gemacht. Hinzurechnungen und Kürzungen sollen bei Ihnen nicht vorliegen. Aus den 100.000 Euro Gewinn wird also 100.000 Euro Gewerbeertrag. Diesen multipliziert das Finanzamt mit 3,5 %, es kommt der Messbetrag von 3.500 Euro heraus. Angenommen, Ihre GmbH hat ihren Sitz in München, dann bekommen Sie nun als nächstes einen Gewerbesteuerbescheid von der Stadt München über 3.500 Euro x 490 % Hebesatz = 17.150 Euro Gewerbesteuer.

 


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