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21.01.2002

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Was sich an Neujahr für Ihre GmbH steuerlich geändert hat

Hans Eichels großer Coup, mit dem er 2000 seine Steuerreform durchsetzte, ist längst Geschichte. Bis zum vergangenen Jahreswechsel hat es freilich gedauert, bis die `nderungen voll in Kraft getreten sind. Jetzt gelten sie also auch für Ihre GmbH-Gewinnausschüttungen.

So war es noch letztmalig bis Ende 2001: Bei Ihrer GmbH wurde bei einer Ausschüttung der Körperschaftssteuersatz von 40 auf 30 Prozent herabgesetzt. Von der Gewinnausschüttung musste die GmbH 25 Prozent Kapitalertragsteuer abführen. Die Gewinnausschüttungen, die Sie letztes Jahr vereinnahmt haben, versteuern Sie - zuzüglich der anrechenbaren Körperschaftsteuer - voll. Die anrechenbare Körperschaftsteuer und die Kapitalertragsteuer wird von Ihrer Einkommensteuer abgezogen. Wann der Gewinn entstanden ist - ob in 2000, 1999 oder noch früher - ist egal.

Das ändert sich ab diesem Jahr: Wenn Sie jetzt ausschütten, beträgt die Kapitalertragsteuer nur noch 20 Prozent. Sie wird - wie bisher - voll auf Ihre Einkommensteuer angerechnet. Viel bedeutsamer: Bei Ihnen persönlich gilt das Halbeinkünfteverfahren. Sie versteuern also nur die halbe Gewinnausschüttung. Eine Anrechnung von Körperschaftsteuerguthaben gibt es nicht mehr.

Wichtig: All dies gilt unabhängig davon, ob Sie Gewinne des Jahres 2001 oder Altgewinne von 2000 oder früher ausschütten.

Bei Ihrer GmbH wird jedoch ein Unterschied gemacht: Schüttet Ihre GmbH Alt-Gewinne (aus 2000 und früher) aus, bekommt sie ein Sechstel der Ausschüttung vom Finanzamt zurück. Die Gewinne werden so statt mit 40 nur mit 30 Prozent belastet. Für Neu-Gewinne (aus 2001) entfällt diese Rückerstattung. Hier zahlt Ihre GmbH nur noch 25 Prozent Körperschaftsteuer - egal ob ausgeschüttet wird oder nicht.

Wenn Ihre GmbH ein abweichendes Wirtschaftsjahr hat, ist für sie später „Neujahr“: Das neue Recht für die Gewinnausschüttungen gilt dann für sie nicht schon seit dem 01.01. Es gilt vielmehr erst ab dem ersten Tag Ihres Geschäftsjahres 2002/03.

Fazit: Seit diesem Jahr gilt das neue Körperschaftsteuerrecht nun auch für Gewinnausschüttungen. Das bedeutet: 20 Prozent Kapitalertragsteuer und Halbeinkünfteverfahren. Bei der Ausschüttung von Alt-Gewinnen (von 2000 und früher) bekommt Ihre GmbH 1/6 der Gewinnausschüttung vom Finanzamt zurück. Die Anrechnung von Körperschaftsteuer ist jetzt endgültig passé - auch bei Alt-Gewinnen.


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