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06.11.2007

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So beschenken Sie Geschäftspartner steuerlich clever

Geschenke an Geschäftsfreunde können Sie nur dann als Betriebsausgaben absetzen, wenn die Kosten (ohne Verpackungs- und Versandkosten) je Geschäftspartner und Jahr maximal 35 Euro plus MwSt. betragen (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG).

Beispiel: Sie schenken Ihrem Kunden zum Geburtstag eine Flasche Wein für 30 Euro netto. Zu Weihnachten haben Sie dann nur noch „Luft“ für 5 Euro netto - sonst ist gar nichts mehr abzugsfähig. Nicht einmal die 35 Euro.

Tipp: Schenken Sie lieber der Ehefrau oder den Kindern etwas, falls die Grenze kritisch wird. Der 35-Euro-Betrag gilt nämlich je Person. Geschenke an Kinder müssen natürlich kindgerecht sein. Wenn ein Betriebsprüfer ermittelt, dass Sie einem Dreijährigen eine Flasche Jägermeister geschenkt haben, wird er das Geschenk dem Vater zurechnen.

Extra-Tipp: Geschenke, die nur betrieblich nutzbar sind, können Sie stets in voller Höhe absetzen. Wenn also z. B. ein Reifengroßhändler dem Einzelhändler eine Wuchtmaschine schenkt, kann das die schenkende Firma in voller Höhe absetzen. (R 4.10 Abs. 2 Satz 4 EStR)

Steuerpflicht beim Empfänger: Jeder Empfänger muss erhaltene Geschenke versteuern. Das macht in der Praxis freilich niemand. Aber: Bei teuren Geschenken wird das Finanzamt durchaus aktiv. Vermeiden können Sie das, indem Sie Geschenke als Schenker pauschal mit 30 Prozent versteuern. Damit ist die Steuerpflicht des Empfängers vom Tisch - egal, ob Arbeitnehmer, Lieferant oder Kunde. Bemessungsgrundlage sind die Brutto-Kosten. (§ 37b EStG). Geschenke über 35 Euro werden dadurch aber trotzdem nicht abzugsfähig. Diese schenken Sie am besten privat. Absetzen können Sie solche Geschenke ohnehin nicht. Belege über teure Geschenke sollten am besten in Ihrer Buchhaltung gar nicht erst auftauchen.


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