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10.07.2007

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Gewinnausschüttungen: Vermeiden Sie „Strafzinsen“

Wenn Sie Gewinne Ihrer GmbH ausschütten, müssen Sie davon 21,1 Prozent Kapitalertragsteuer (inkl. Soli) an das Finanzamt überweisen - und zwar seit 2005 schon am Tag nach der Beschlussfassung! (§ 44 Abs. 2 EStG)

Diesem Zeitdruck kann man kaum entkommen: Nur GmbHs mit mehreren, nicht beherrschenden Gesellschaftern haben die Möglichkeit, einen späteren Tag als Tag der Gewinnausschüttung festzulegen. Bei allen GmbHs, die von einem oder mehreren Gesellschaftern gemeinsam beherrscht werden, funktioniert das hingegen nicht. Hier unterstellt das Finanzamt - selbst wenn Sie im Beschluss einen späteren Termin für die Auszahlung festlegen - stets „Gewinnausschüttung = Tag der Beschlussfassung.“ (OFD Koblenz, 02.02.05)

Dadurch entsteht große Hektik: Denn Sie müssen dafür sorgen, dass die Kapitalertragsteuer-Anmeldung schon am Tag nach der Beschlussfassung im Finanzamt vorliegt und die Kapitalertragsteuer bereits auf dem Konto des Finanzamts ist.

Das Finanzamt ist schnell mit Strafzuschlägen: Geht die Kapitalertragsteueranmeldung verspätet ein, kann das Finanzamt bis zu 10 Prozent der Kapitalertragsteuer als Verspätungszuschlag festsetzen. Hier handelt es sich um eine „Kann-Vorschrift“. Oft ist das Finanzamt bezüglich des Verspätungszuschlags noch gnädig. Anders jedoch bei den Säumniszuschlägen wegen verspäteter Zahlung. Ist die Zahlung bis zu drei Tage verspätet, passiert noch nichts. Aber am vierten Tag wird automatisch bereits 1 Prozent Säumniszuschlag fällig. Das sind bei 100.000 Euro Gewinnausschüttung und 21.100 Euro Steuer immerhin 211 Euro! (§ 240 Abs. 1 AO)

Scheckzahlung nützt nichts: Früher hatte man der Kapitalertragsteuer-anmeldung gleich einen Scheck beigelegt und damit war die Sache geritzt. Seit 2007 sind Scheckzahlungen aber erst drei Tage nach Eingang des Schecks wirksam. Den Scheck mitschicken bewirkt also unter Garantie eine verspätete Zahlung. (§ 224 Abs. 2 Nr. 1 AO)

Nur zwei Methoden sind sicher: Entweder Einzugsermächtigung oder Eil-Überweisung. Eine normale Überweisung genügt nur, wenn Sie sicher sind, dass das Geld spätestens am dritten Tag beim Finanzamt angekommen ist.


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