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14.10.2002

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Wie Sie einen GmbH-Auflösungsverlust zum Wunschtermin realisieren

Wenn eine GmbH Insolvenz anmelden muss, ist es für den Inhaber zumindest ein Trostpflaster, wenn er das verlorene Geld steuerlich geltend machen kann. Das Ziel des GmbH-Chefs ist klar: Den Verlust so früh wie möglich geltend machen, um ihn möglichst schnell mit anderen Einkünften verrechnen zu können. Oder: Um noch ein Jahr Verlustrücktrag in eines der letzten „fetten Jahre“ vor der GmbH-Insolvenz zu retten.

Der Steuergesetzgeber hat es jedoch nicht so eilig: Der Auflösungsverlust entsteht erst, sobald feststeht, dass die GmbH kein Vermögen mehr an die Gesellschafter verteilen wird. Konkret: Der Auflösungsverlust entsteht erst mit Abschluss des Insolvenzverfahrens. Oder wenn die Insolvenzeröffnung mangels Masse abgelehnt wird, mit Rechtskraft des Ablehnungsbeschlusses. Wenn die GmbH liquidiert wird, fällt der steuerwirksame Verlust gar erst mit Abschluss der Liquidation an.

Und das kann dauern: Im Einzelfall kann es sich über Jahre hinziehen, bis man das in der GmbH verlorene Geld steuerlich geltend machen kann. (Fundstelle: BFH, 27.11.01, DStR 02, 625)

Das Patentrezept für den Verlust zum Wunschtermin: Sie gründen eine Auffang-GmbH oder GmbH & Co. KG und verkaufen Ihre wertlose GmbH für einen Euro an diese Gesellschaft. Damit haben Sie einen Veräußerungsverlust in dem Zeitpunkt, in dem Sie ihn brauchen können.

So wird der Auflösungsverlust berechnet:
Verkaufspreis minus Anschaffungskosten. Zu den Anschaffungskosten zählt alles, was Sie in die GmbH hineingesteckt haben. Beispiele: Einzahlung in das Stammkapital, verlorene Gesellschafter-Darlehen, Inanspruchnahme aus Bürgschaftsverpflichtungen für die GmbH. Die oftmals jahrelange Wartezeit bis zum Abschluss eines Insolvenz- oder Liquidationsverfahrens kann man sich so also ersparen.

Übrigens: Seit diesem Jahr kann man GmbH-Auflösungsverluste nur noch zur Hälfte geltend machen (§ 3 c Abs. 2 EStG). Den vollen Abzug erreichen Sie durch die Installation einer "Organschaft". Kostenloser IZW-Service: Mehr dazu finden Sie im IZW-Kundenbereich im Internet.


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