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30.09.2002

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Wie Sie mit Ihrer Pensionszusage beim GmbH-Verkauf optimal umgehen

Eine Pensionszusage der GmbH zugunsten des Gesellschafter-Geschäftsführers ist bei ertragsstarken GmbHs eine feine Sache. Denn die GmbH bildet Steuer mindernde Rückstellungen und kann die gesparten Steuern verzinslich anlegen.

Ein Problem ergibt sich jedoch meist beim GmbH-Verkauf: Der GmbH-Käufer legt in der Regel Wert darauf, nicht mit Pensionszahlungen an den früheren Inhaber belastet zu sein.Eine Lösung - der alte Geschäftsführer verzichtet auf die Zusage: Er erhält als Gegenleistung eine Abfindung in Höhe der Pensionsrückstellung. Diese kann zum Teil durch Übertragung der Rückdeckung bezahlt werden.

Beispiel: Die X-GmbH, die ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Pensionszusage erteilt hat, weist in ihrer Bilanz eine Pensionsrückstellung in Höhe von 300 000 Euro aus. Außerdem besitzt sie eine Rückdeckungsversicherung mit einem Rückkaufswert von 250 000 Euro.

Die GmbH wird verkauft und der Geschäftsführer verzichtet gegen eine Abfindung von 300 000 Euro auf seine Pensionsansprüche. Die GmbH bestreitet die Abfindung durch Übertragung der Lebensversicherung und Zahlung von 50 000 Euro in bar.

Steuerliche Härte: Der Geschäftsführer muss die Abfindung auf einen Schlag als "nichtselbständige Einkünfte" versteuern.

Ein neuer Ausweg seit 2002: Die GmbH überträgt die Pensionsverpflichtung auf einen Pensionsfonds. Pensionsfonds werden von allen großen Versicherungsgesellschaften angeboten. Diese Übertragung kostet den Geschäftsführer keine Lohnsteuer (Rechtsgrundlage: § 3 Nr. 66 EStG). Die GmbH löst die Pensionsrückstellung auf. Das erhöht den Gewinn. Umgekehrt muss an den Pensionsfonds ein Geldbetrag für die Übernahme der Verpflichtung bezahlt werden. Diese Übertragung senkt den GmbH-Gewinn wieder. (Rechtsgrundlage: § 4e Abs 3 EStG)

Vorteil beim Pensionsfonds: In diesem Fall muss der Geschäftsführer nur die Jahr für Jahr gezahlten Pensionen versteuern. Eine Einmal-Zahlung, die ihn in den Spitzensteuersatz treibt, entfällt.

Fazit: Eine Pensionszusage zugunsten des Gesellschafter-Geschäftsführers muss beim GmbH-Verkauf kein Hindernis sein. Entweder verzichtet der Geschäftsführer gegen einen Einmalbetrag auf seine Ansprüche, was allerdings eine hohe Einkommensteuerbelastung auslösen kann. Oder die Pensionszusage wird auf einen der jetzt neu gegründeten Pensionsfonds übertragen. Dann entfällt die einmalige Steuerbelastung beim Geschäftsführer. Gleichzeitig ist der GmbH-Käufer von der Pensionsverpflichtung befreit und wird einen höheren Kaufpreis für die GmbH zahlen.


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