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02.09.2002

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Wie Sie Arbeitsessen steuerlich geschickt gestalten

Gehen Sie gelegentlich mit engen Mitarbeitern zum Essen? Die Kosten kann Ihre GmbH zu 100 Prozent als Betriebsausgabe verbuchen - ohne die 20-prozentige Kürzung, die bei der Bewirtung von Geschäftspartnern anfällt. Das ist nicht das Problem.

Eine Falle, an die kaum einer denkt: Die Bewirtung von Mitarbeitern gilt sowohl beim Geschäftsführer als auch beim Mitarbeiter als "geldwerter Vorteil", der Lohnsteuer und Sozialversicherung kostet. Es gibt jedoch ein paar legale Möglichkeiten, diese ungünstige Folge zu vermeiden oder wenigstens abzumildern.

Ausweichstrategie 1 - Geschäftspartner mitnehmen: Wenn Sie einen Kunden oder einen Lieferanten Ihrer GmbH zu dem Essen mitnehmen, liegt keine Mitarbeiterbewirtung mehr vor, sondern eine "Bewirtung aus geschäftlichem Anlass". Dann können Sie zwar nur noch 80 statt 100 Prozent der Kosten steuerlich geltend machen, aber das Finanzamt nimmt keinen geldwerten Vorteil für Ihren Mitarbeiter mehr an.

Ausweichstrategie 2 - Bewirtung auf einer Dienstreise: Unternehmen Sie gemeinsam mit Ihrem Mitarbeiter eine Dienstreise und laden ihn, ohne dass Kunden dabei sind, zum Essen ein, können Sie die Kosten zu 100 Prozent absetzen. Sie und Ihr Mitarbeiter müssen in diesem Sonderfall nicht den Wert des Essens, sondern nur 2,51 € (Frühstück 1,40 €) versteuern, wenn das Essen inkl. Getränke pro Kopf maximal 40 € brutto kostet. Wenn Sie diesen Wert vom Lohn abziehen, müssen Sie und Ihre Mitarbeiter nichts versteuern. Diese Regelung gilt auch, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter an einer Fortbildungsveranstaltung (Seminar usw.) teilnehmen, bei der sie auf Kosten der GmbH verköstigt werden. (Rechtsgrundlage: R 31 Abs. 8 Nr. 2 LStR, R 73 LStR)

Ausweichstrategie 3 - Bewirtung während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes: Liegt es in Ihrem Interesse, dass Ihre Mitarbeiter während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes schnell zum Essen gehen, um danach gemeinsam weiterarbeiten zu können, ist das Essen lohnsteuerfrei, wenn es pro Kopf maximal 40 € kostet. Findet das Essen jedoch zur Belohnung nach der Arbeit statt, ist es steuerpflichtig.

Ausweichstrategie 4 - Freigrenze 50 Euro nutzen: Wenn Sie weder Geschäftspartner mitnehmen wollen und auch keine Dienstreise und kein "außergewöhnlicher Arbeitseinsatz" vorliegt, ist das Essen steuerpflichtig. Sie können die Abgabenbelastung dennoch vermeiden, wenn der Wert des Essens zusammen mit anderen kostenlosen Sachbezügen des Arbeitnehmers in diesem Monat 50 € nicht übersteigt. (Rechtsgrundlage: § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG)


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