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02.09.2002

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Wann sich Eile bei Ihrer 2001er-Bilanz lohnt

Der ein oder andere von Ihnen wird seine 2001er-Bilanz schon vom Steuerberater bekommen haben. Manche lassen sich aber auch bis Anfang des nächsten Jahres Zeit.

Die 2001er-Bilanz kann jedoch Ihre Liquidität verbessern: Wenn Sie in 2001 Verlust gemacht haben, können Sie einen Verlustrücktrag nach 2000 durchführen und bereits bezahlte 2000er-Körperschaftsteuer zurückholen. Besonders lohnend: Im Jahr 2000 betrug die Körperschaftsteuer noch 40 statt heute 25 Prozent. Ein Verlustrücktrag ist also besonders lohnend. Bei der Gewerbesteuer gibt es leider keinen Verlustrücktrag.

Wenn Sie in 2001 keinen Verlust gemacht haben: In diesem Fall kann es sich lohnen, einen kleinen Gewinn durch die Ansparabschreibung in einen Verlust umzupolen, um sich die 2000er-Körperschaftsteuer zurückzuholen.

Beispiel: Die X-GmbH hatte in 2000 einen Gewinn (nach Gewerbesteuer) von 200 000 DM und musste 40 Prozent = 80 000 DM Körperschaftsteuer plus Soli zahlen. Der 2001er-Gewinn beläuft sich nur auf 10 000 DM. Der Geschäftsführer geht so vor: Er bildet 2001 eine Ansparabschreibung in Höhe von 210 000 DM, indem er geplante Investitionen in Höhe von 525 000 DM angibt. Die X-GmbH weist daraufhin 200 000 DM Verlust in 2001 aus. Ein Verlustrücktrag nach 2000 bringt der GmbH die ganzen bereits bezahlten 80 000 DM Körperschaftsteuer plus Soli wieder zurück. Die tatsächliche Durchführung der Investition ist nicht notwendig.

Der Clou: Die Auflösung der Ansparabschreibung sowie die Versteuerung eines 6-prozentigen "Straf"-zuschlags wegen Nicht-Investition in 2002 kostet nur 25 Prozent Körperschaftsteuer. Konkret: Die X-GmbH kassiert 80 000 DM (= ca. 40 900 E) Steuer-Erstattung für 2000, muss aber 2002 nur 55 600 DM (ca. 28 450 E) zurückzahlen.

Fazit: Beeilen Sie sich mit Ihrer 2001er-Bilanz, wenn Sie 2001 einen Verlust gemacht haben, um einen lohnenden Verlustrücktrag nach 2000 durchzuführen. Haben Sie keinen Verlust, sondern einen kleinen Gewinn gemacht, sollten Sie diesen nach Möglichkeit mit der Ansparabschreibung in einen Verlust umwandeln. Ihr Vorteil: Es winkt eine 40 prozentige Steuererstattung, für die Sie später lediglich 25 Prozent nachzahlen müssen.


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