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16.08.2002

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Wenn Sie Ihr privates Auto für die GmbH einsetzen

Die meisten Geschäftsführer fahren einen Firmenwagen, der auch privat genutzt werden darf. Das ist aber nicht immer möglich oder gewollt. Verwenden Sie Ihren Privatwagen, sollten Sie einige Regeln beachten, um Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden.

Dienstreisen mit dem Privatwagen: Hier können Sie für jeden gefahrenen Kilometer 30 Cent Kostenersatz beanspruchen, der bei Ihnen steuerfrei ist. Die Benzin- und Reparaturrechnungen müssen Sie allerdings privat begleichen. Auf Ihrer Abrechnung geben Sie Datum, gefahrene Kilometer sowie den aufgesuchten Kunden und Gesprächspartner an. Den Betrag lassen Sie sich entweder mit der Gehaltsabrechnungen auszahlen oder nehmen ihn in bar aus der GmbH-Kasse.

Beispiel: GmbH-Geschäftsführer G aus Hamburg fährt mit seinem Privatwagen zu einem Kunden nach Kiel (100 km Entfernung). Er notiert auf seiner Reisekostenabrechnung: Datum: 19. August, aufgesuchter Kunde: Herr Meier, Firma Megatronik, 200 km x 30 Cent = 60 €.

Fahrten zwischen Wohnung und GmbH: Diese Fahrten können Sie zum einen in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben und von Ihrem Geschäftsführer-Gehalt abziehen. Der Kilometersatz beträgt 36 Cent für die ersten 10 Kilometer und 40 Cent für jeden weiteren. Falls Sie ansonsten keine Werbungskosten haben, ist es jedoch sinnvoller, sich die gleichen Sätze pauschal versteuert auszahlen zu lassen.

Beispiel: Geschäftsführer Y nutzt seinen Privatwagen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Der GmbH-Sitz liegt 18 Kilometer von seiner Wohnung entfernt.Die GmbH zahlt ihm 102 Euro monatlich (15 Tage x 10 km x 36 Cent plus 8 km x 40 Cent ) steuerfrei aus. Auf diesen Betrag muss die GmbH 15 Prozent Pauschalsteuer (plus Soli + KiSt) abführen.

So sollten Sie es nicht machen: Vor kurzem hat der Bundesfinanzhof eine verwegene Konstruktion abgelehnt, die sich ein Geschäftsführer ausgedacht hatte. Er nutzte sein Privatauto für die GmbH und ließ sich Abschreibung, Benzin, usw. als "steuerfreien Reisekostenersatz" auszahlen. Das Urteil: Alle Zahlungen sind steuerpflichtiger Arbeitslohn. Auf den Geschäftsführer kam eine satte Steuernachzahlung zu. (Fundstelle: BFH 06.11.01, BB 2002, 338)

Fazit: Am meisten Steuern sparen Sie in der Regel, wenn Ihr Dienstwagen über die GmbH läuft. Wenn Sie jedoch Ihr Privatauto benutzen, sollten Sie obige Regeln beachten, um steuerlich auf der sicheren Seite zu sein.


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