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16.08.2002

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Nutzen Sie die 50-Euro-Freigrenze zur Mitarbeiter-Motivation

Bei einem normal verdienenden Mitarbeiter betragen die Lohn-Nebenkosten - bezogen auf den Nettolohn - über 200 Prozent. 50 € netto extra als reguläre Gehaltserhöhung kosten Sie also über 150 €.

Nutzen Sie daher die Freigrenze für Sachbezüge: Sie können jedem Mitarbeiter pro Monat kostenlose Waren und Dienstleistungen im Wert von 50 E brutto zukommen lassen. Dies löst weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben aus. (Rechtsgrundlage: § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG)

Beispiel: Ein Mitarbeiter betankt sein Privatauto mit der Firmen-Tankkarte für 50 E im Monat. Oder: Sie schenken dem Mitarbeiter Waren aus Ihrem Unternehmen im Wert von 50 €. Oder: Sie laden ihn monatlich für 50 € zum Essen ein.

Vorsicht: Betragen die Sachbezüge 50 €, sind sie völlig abgabenfrei. Wird die Freigrenze aber nur um einen Cent überschritten, sind die Sachbezüge in diesem Monat voll steuer- und sozialversicherungspflichtig.
Außerdem wichtig:
Sie können nicht ausgenutzte Freigrenzen eines Monats nicht in einen anderen Monat übertragen.

Was nicht mitzählt: Steuerfreie Bezüge - z. B. die Privatnutzung von Handy, Telefon oder PC - zählen bei der Prüfung der Freigrenze nicht mit. Diese können Sie Ihren Mitarbeitern zusätzlich zukommen lassen.

Die Freigrenze gilt nur für Sachbezüge: Geldgeschenke sind nicht möglich. Auch Gutscheine, für die der Mitarbeiter beliebige Waren erhält, sind nicht begünstigt. Geben Sie ihm also z. B. einen Tankstellen-Gutschein über 50 €, ist das kein Sachbezug, weil er sich dafür Brötchen, Benzin oder Bier kaufen kann. Erhält er aber einen Gutschein über Diesel im Wert von 50 €, ist dies steuerfrei.

325-Euro-Jobber: Die oben genannten Regeln gelten hier genauso. Auch Ihre fleißige Putzfrau kann also im Monat für 50 € auf Firmenkosten steuerfrei tanken.

Fazit: Die 50-Euro-Freigrenze für Sachbezüge ist ein probates Mittel, um guten Mitarbeitern ohne Abgabenbelastung ein extra "Zuckerl" zukommen zu lassen.


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