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04.01.2002

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Steuer-Schonfristen und Steuer-Terminkalender 2002

Wie Sie 2002 die Schonfristen bei der Abgabe von Steueranmeldungen effizient nutzen.
Und wann welche Steuern für Sie und Ihre GmbH aktuell fällig werden.


Wie oft und wann müssen Sie Lohnsteueranmeldungen abgeben?

Monatliche Voranmeldung: Wenn Ihre GmbH in 2001 mehr als 6000 DM Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt hat, muss sie monatliche Lohnsteueranmeldungen abgeben. (§ 41 a Abs. 2 EStG).

Vierteljährliche Lohnsteueranmeldung: Wenn sie in 2001 zwischen 1600,01 und 6000 DM Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt hat, sind vierteljährliche Lohnsteueranmeldungen abzugeben (bis 10.04., 10.07., 10.10., 10.01).

Jahreslohnsteueranmeldung: Wenn Sie in 2001 nicht mehr als 1600 DM Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt haben, dann brauchen Sie für 2002 nur eine Jahreslohnsteueranmeldung abzugeben (bis spätestens 10. Januar 2003).


Welche Grenzen gelten bei der Umsatzsteuer?

Monatliche Voranmeldung: Wenn Ihre GmbH in 2001 mehr als 12 000 DM Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt hat, müssen Sie monatliche Voranmeldungen abgeben. Wenn Sie in 2001 12 000 DM oder mehr Umsatzsteuer-Erstattung vom Finanzamt bekommen haben - was vor allem bei exportorientierten Unternehmen oft vorkommt - dann können Sie die Voranmeldungen auf Antrag monatlich abgeben. Der Antrag gilt mit der Abgabe der Voranmeldung für Januar 2002 (bis 10.02.2002) als gestellt. Wenn Sie also monatliche Voranmeldungen abgeben wollen, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie die Voranmeldung für Januar 2002 pünktlich abgeben, da sonst die Antragsfrist als verpasst gilt. (§ 18 UStG)

Vierteljährliche Voranmeldung: Wenn Sie in 2001 zwischen 1000,01 und 12 000 DM Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt haben, müssen Sie vierteljährliche Voranmeldungen abgeben (bis 10.04., 10.07., 10.10., 10.01.).

Lohnt sich eine "Dauerfristverlängerung"? Wenn Sie Dauerfristverlängerung beantragen, werden Voranmeldung und Zahlung jeweils erst einen Monat später fällig. Der Antrag lohnt sich auf jeden Fall, wenn Sie Ihre Voranmeldungen vierteljährlich abgeben müssen. Denn dann kostet die Fristverlängerung nichts. Bei monatlicher Abgabe müssen Sie dem Finanzamt einen "Vorschuss" in Höhe von 1/11 der Vorauszahlungen des Vorjahres zahlen, der Ihnen bei der Dezember-Voranmeldung angerechnet wird. Vielen Unternehmen bleibt aber gar nichts anderes übrig, als Dauer-Fristverlängerung zu beantragen, weil die Buchhaltung nicht bis zum 10. des Folgemonats fertiggestellt werden kann.

Wann sind die Lohnsteuer und Umsatzsteuer-Anmeldungen und die Zahlungen fällig?

Sowohl Anmeldungen als auch Zahlungen sind bei Umsatz- und Lohnsteuer grundsätzlich am 10. des Folgemonats fällig (Ausnahmen: siehe Steuerterminkalender). Fällt der Fälligkeitstag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, gilt jeweils der nächste Werktag als Fälligkeitstag.


Was passiert bei einer Fristüberschreitung?

Wird eine Steueranmeldung (oder auch eine Steuererklärung) verspätet abgegeben, können Verspätungszuschläge bis zu 10 Prozent der festgesetzten Steuer entstehen. Säumniszuschläge fallen hingegen bei verspäteter Zahlung an und betragen grundsätzlich 1 Prozent pro angefangenen Monat.

Fazit: Die verspätete Abgabe führt zu einem Verspätungszuschlag, die verspätete Zahlung hingegen zum Säumniszuschlag.


Welche Bedeutung hat die Schonfrist?

Wenn erst nach Fälligkeit Anmeldungen abgegeben werden oder ans Finanzamt gezahlt wird, werden dennoch keine Zuschläge festgesetzt, solange die Zahlung bzw. Abgabe wenigstens noch innerhalb der Schonfrist erfolgt. Die Schonfrist beträgt fünf Tage ab Fälligkeit und gilt sowohl für die Abgabe der Anmeldungen als auch für die Zahlung. Fällt der letzte Tag der Schonfrist auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verlängert sich die Schonfrist bis zum Ablauf des nächsten Werktags. Die Zahlungsschonfrist gilt auch für Abschlusszahlungen aufgrund eines Steuerbescheids.

Vorsicht bei Scheck-Zahlung: Bei Zahlung per Scheck gibt es keine Zahlungs-Schonfrist. Da jedoch die Steuer erst als festgesetzt gilt, wenn die Anmeldung im Finanzamt vorliegt, entstehen bei gleichzeitiger Einsendung des Schecks mit der Anmeldung keine Säumniszuschläge, selbst wenn die Abgabe nach dem regulären Fälligkeitstermin erfolgt.

Tipp: Schicken Sie die Anmeldungen so ab, dass sie circa am vorletzten oder letzten Tag der Schonfrist im Finanzamt eintreffen. Die Einreichung per Fax wird leider nicht akzeptiert.

Vorteile einer Einzugsermächtigung:

  1. Sie brauchen sich nicht mehr um die Zahlung zu kümmern.
  2. Erfahrungsgemäß bucht das Finanzamt erst einige Tage nach Ablauf der Schonfrist ab. Sie haben dadurch einen weiteren Zinsvorteil.
  3. Das Finanzamt kann Ihnen niemals die Abgabeschonfrist wegen "missbräuchlich verzögerter Zahlung" streichen.

Es können niemals Säumniszuschläge entstehen - zumindest solange die Bank die Lastschriften einlöst.

Den Steuer-Terminkalender 2002 gibt es hier zum Download als Pdf-Datei.

[download] Download:
Steuertermine 2002
(Pdf-Datei)

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