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24.02.2006

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Muss auf Gutschriften wirklich eine Steuernummer sein?

Immer wieder gibt es Unternehmer, die von ihren Kunden die Steuernummer anfordern ` für den Fall einer Gutschrift. Das ist jedoch überflüssig. Das Steuergesetz verlangt auf einer normalen Gutschrift definitiv keine Steuernummer. Übrigens weder Ihre Steuernummer noch die Ihres Kunden. (Fundstelle: BMF, 29.01.04, Rz 5, DStR 04, 268)

Ursache ist die Verwechslung zweier Arten von Gutschriften: Die „normale“ Gutschrift im Sinne einer Rechnungskorrektur (auf die keine Steuernummer muss) und die eher seltene Provisionsgutschrift (auf die sehr wohl die Steuernummer des Empfängers muss).

Beispiele für normale Gutschriften ohne Steuernummer: Ein Kunde macht von einem Rückgaberecht Gebrauch und sendet die Ware zurück. Oder: Es wird wegen falscher/mangelhafter Ware Geld zurück erstattet. Oder: Der Getränkemarkt-Kunde gibt Leergut zurück. In diesen Fällen erbringt der Gutschriftempfänger keine Leistung und muss deswegen auch keine Steuernummer angeben. Es wird hier lediglich die Leistung des Lieferanten ganz oder teilweise rückgängig gemacht. (Fundstelle:                   BMF, 29.01.04, Rz 36, DStR 04, 268)

Beispiel für Provisions-Gutschriften mit Steuernummer: Der Handelsvertreter erhält eine Provisionsgutschrift für vermittelte Umsätze. Oder: Die Werbeagentur bekommt eine Gutschrift von der Zeitung wegen dort platzierter Anzeigen. Oder: Der Bestseller-Autor bekommt eine Gutschrift vom Verlag je nach Anzahl der verkauften Bücher. Hier erbringt der Gutschriftsempfänger (z. B. Vertreter, Autor usw.) eine Leistung. Deshalb muss seine Steuernummer auf der Gutschrift angegeben werden. Wichtig: Auf solche Gutschriften gehört nicht die Steuernummer des Ausstellers der Gutschrift, sondern die Steuernummer des Geldempfängers.

Fazit: Nur auf Provisions- oder ähnliche Gutschriften gehört die Steuernummer des Geldempfängers. Auf „normalen“ Gutschriften wegen Rabatten, Rücksendungen oder Mängeln ist sie nicht notwendig.


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