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04.12.2008

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Das bringt die neue `UG (haftungsbeschränkt)`

Diese ist als Konkurrenz zur englischen Limited gedacht. Sie trägt den Rechtsformzusatz: „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ bzw. „UG (haftungsbeschränkt)“.

Es handelt sich dabei um eine GmbH-Sonderform: Die UG (haftungsbeschränkt) ist also keine neue Rechtsform, sondern das GmbH-Recht ist uneingeschränkt anwendbar (z. B. Firmierung, Geschäftsführer, Gesellschafterversammlung). Die Gründung ist ohne bestimmtes Mindeststammkapital möglich (z. B. Gründung mit 1 Euro), aber die Gründungskosten müssen gedeckt sein. Diese Mini-GmbH darf Gewinne nicht voll ausschütten. Auf diese Weise wird das Mindeststammkapital der normalen GmbH nach und nach angespart.


Zunächst keine Anmeldung zum Handelsregister: Diese ist erst möglich, wenn das Kapital der UG auf das Mindestkapital (25.000 Euro) der GmbH erhöht wird. Dann ist auch die Umfirmierung in „GmbH“ möglich.

Spart Ihnen die UG (haftungsbeschränkt) wirklich etwas? Bedenken Sie: Die „UG (haftungsbeschränkt)“ muss 25.000 Euro ansparen, um in „GmbH“ umzufirmieren. Die „echte“ GmbH ist schon ab 12.500 Euro (= 50 Prozent des Stammkapitals) möglich. Bedenken Sie außerdem: Sie dürfen mit der “UG (haftungsbeschränkt)“ keinesfalls als „GmbH“ firmieren, sondern eben als „UG (haftungsbeschränkt)“. Diese ungewohnte Rechtsform dürfte bei vielen Laien auf Ablehnung stoßen. Und der Profi wird sich denken: „Aha, bei denen hat's nicht mal für 12.500 Euro Eigenkapital gereicht.“ Ständige Insolvenzgefahr: Wer tatsächlich mit nur 1 Euro startet, der ist mit seiner UG (haftungsbeschränkt) im Prinzip schon nach der ersten Bewirtungsrechnung überschuldet und insolvenzreif. Daraus resultiert eine sofortige unbeschränkte private Haftung.

Unser Rat: Ein seriöser Anwendungszweck der UG (haftungsbeschränkt) dürfte auf Ausnahmefälle beschränkt sein. Der Profi bleibt bei der GmbH.


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