Newsletter

Zum PDF Archiv

05.08.2010

Als PDF herunter laden

`Kostendeckelung` beim Dienstwagen - häufigste Fragen

Vor kurzem haben wirdarauf hingewiesen, dass man massiv Dienstwagensteuer sparen kann, wenn die tatsächlichen Kosten eines Autos niedriger sind als der Wert laut Ein-Prozent-Regel. Denn versteuern muss man maximal die tatsächlichen Kosten (BMF, 18.11.09, DStR 09, 2485 Rz 18 und H 8.1 (9-10) LStR). Zu diesem Beitrag haben uns viele Anfragen erreicht. Hier die wichtigsten - natürlich mit allen Antworten:

Muss ich dann ein Fahrtenbuch führen? Nein. Voraussetzung ist nur, dass die Kosten dieses Autos aus der Buchhaltung getrennt ermittelt werden können, also nicht mit anderen Autos vermischt sind.

Wer kann das nutzen? Alle mit Dienst- bzw. Geschäftswagen, Unternehmer, GmbH-Geschäftsführer und Arbeitnehmer.

Die tatsächlichen Kosten weiß ich ja erst zum Jahresende. Was mache ich unterjährig? Am besten den Vorjahreswert nehmen oder plausibel schätzen. Mit der Dezember-Gehaltsabrechnung sollten Sie dann der Realität möglichst nahe kommen und bei Arbeitnehmern und beim GmbH-Geschäftsführer den sogenannten „Lohnsteuer-Jahresausgleich“ durchführen.

Wann ist das Modell vorteilhaft? Bei jedem Auto, bei dem die tatsächlichen Kosten niedriger sind als der Wert laut Ein-Prozent-Regel. Das trifft häufig zu auf günstig geleaste Luxus-Autos, Gebraucht- und Jahreswagen sowie weit entfernt vom Betrieb wohnende Dienstwagennutzer.

Seit wann gilt diese Kostendeckelung? Seit Januar 1996. (BMF-Schreiben, 10.06.96, IV B 6 - S-2334 - 173/96)

Hätte mein Steuerberater daran denken müssen? Bei einem Firmenfuhrpark mit 30 Autos ist es ein bisschen viel vom Steuerberater verlangt, ohne Auftrag Kosten und geldwerten Vorteil eines jeden Autos gegenüberzustellen. In einem Unternehmen mit zwei abgeschriebenen Gebrauchtwagen als Geschäftsautos hätte er schon mal darüber nachdenken können.

Kann ich mir zu viel gezahlte Steuern zurückholen? Etwa zu viel gezahlte Umsatzsteuer können Sie sich in aller Regel für die letzten vier bis sechs Jahre zurückholen. Bei der Einkommenssteuer kommt es darauf an, ob der Feststellungsbescheid für Ihren Betrieb bzw. Ihr privater Einkommenssteuerbescheid schon bestandskräftig ist. Ist er das nicht, (jünger als 1 Monat bzw. „unter Vorbehalt der Nachprüfung gem. § 164 AO“) können Sie noch nachträglich die Herabsetzung des überhöhten geldwerten Vorteils verlangen.


zurück