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04.05.2010

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Eine Bildschirmbrille können Sie steuerfrei ersetzen

Wenn Sie einem Arbeitnehmer eine Brille spendieren, die er zur Arbeit am Bildschirm braucht, ist das steuerfrei (R 19.3 Abs. 2 Nr. 2 LStR). Dies aber nur unter zwei Voraussetzungen, wie jetzt klargestellt wurde (Finanzsenator von Berlin, Runderlass v. 28.09.09):

1. Die Brille muss durch eine „fachkundige Person“ verschrieben worden sein. „Fachkundige Person“ im Sinne des § 6 Abs. 1 Bildschirmarbeits-Verordnung ist aber nur ein Arzt, nicht jedoch ein Optiker.


2. Und: Die ärztliche Verordnung muss vor Anschaffung der Sehhilfe ausgestellt werden. Wird das Rezept erst nach dem Brillenkauf ausgestellt, ist die Brille lohnsteuerpflichtig.

Übrigens: Luxus-Brillen sind nicht steuerfrei, nur „notwendige“ Brillen. 

Was gilt als Bildschirmbrille? Das ist nicht genau geregelt, sondern das bestimmt der Arzt. Die „Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge“ regelt nur etwas vage: „Den Beschäftigten sind im erforderlichen Umfang spezielle Sehhilfen für ihre Arbeit an Bildschirmgeräten zur Verfügung zu stellen, wenn Untersuchungsergebnis ist, dass spezielle Sehhilfen notwendig und normale Sehhilfen nicht geeignet sind.“


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