Newsletter

Zum PDF Archiv

29.06.2006

Als PDF herunter laden

Regeln Sie die Lohnsteuer für Minijobber eindeutig

Minijobber werden für die Unternehmen teurer. Ab 1. Juli wird die Abgabenpauschale von 25 auf 30 Prozent angehoben (siehe auch S. 1).

Was viele Arbeitgeber dabei übersehen: Die Lohnsteuer muss nicht vom Arbeitgeber getragen werden. Dies hat das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil entschieden. Im Streitfall war eine Reinigungskraft geringfügig beschäftigt. Ab 01.04.03 bestand Steuerpflicht. Da keine Lohnsteuerkarte vorlag, führte die Firma pauschal 2 Prozent des Lohns als Lohnsteuer ab und hielt diese vom Gehalt ein. Die Klage auf Nachzahlung war in allen Instanzen erfolglos. (BAG, 01.02.06, 5 AZR 628/04, DB 06, 1059)

Das bedeutet für Sie: Sie sollten im Arbeitsvertrag eindeutig regeln, wer die Lohnsteuer tragen soll und ob die Lohnsteuer pauschaliert (2 Prozent) oder per Lohnsteuerkarte berechnet werden soll.

Bei bereits bestehendem Arbeitsverhältnis: Besteht schon ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, müssen Sie eine Änderung bezüglich der Lohnsteuerlast mit Einwilligung des Mitarbeiters herbeiführen. Mögliches Argument gegenüber dem Minijobber: Der Erhalt der Arbeitsstelle. Außerdem können Sie die Kraft darauf hinweisen, dass bei Vorlage einer Lohnsteuerkarte lediglich in den Klassen V und VI Lohn- und Kirchensteuer anfällt. In den anderen Steuerklassen wird kein Abzug fällig.


zurück