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11.12.2014

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5.400-Euro-Grenze viel wichtiger als 450-Euro-Grenze

Am 12. November 2014 wurden die neuen Geringfügigkeitsrichtlinien bekannt­­gegeben, die viele Detailfragen rund um Minijobs und kurzfristige Beschäftigungen regeln.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Die starke Betonung der 5.400-Euro-Jahresgrenze für Minijobs (zwölf mal 450 Euro = 5.400 Euro). Der Mini­­jobber kann also ruhig einmal 500 Euro, einmal 600 Euro im Monat verdienen, Hauptsache auf Jahresbasis kommt er maximal auf 5.400 Euro. Der Arbeitgeber, der Minijobber immer einmal wieder monateweise mit über 450 Euro beschäftigt, muss allerdings eine Jahres­prognose machen, um diese Schwankungsbreite nutzen zu können.

Beispiel: Der Gastwirt stellt im April einen Minijobber auf 450-Euro-Basis ein und zahlt die ersten sechs Monate bis September jeweils 600 Euro. Das kann er machen, wenn er schon im April eine Prognose macht, dass der Minijobber in den umsatzschwachen Wintermonaten dann nur etwa 300 Euro pro Monat verdienen wird (sechs mal 600 Euro plus sechs mal 300 Euro = 5.400 Euro).

Klarheit nun auch bei der Prognose: Strittig war bisher, wie detailliert Sie die Arbeitseinsätze der einzelnen Monate im Vorfeld festlegen müssen. Hier schaffen die neuen Geringfügigkeitsrichtlinien Erleichterung: Es wurde klargestellt, dass Sie zwar eine solche Jahresprognose machen müssen, aber ohne die Arbeitseinsätze und die damit zu erwartenden Arbeitsentgelte für die einzelnen Monate im Vorfeld festzulegen.


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