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04.11.2014

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Urlaub, Überstunden, Weihnachtsgeld und Jahreswechsel

Haben Ihre Mitarbeiter zum Jahresende nicht den ganzen Jahresurlaub genommen, können (und müssen!) Sie für diesen so genannten „Verpflichtungsüberschuss“ eine Rückstellung bilden. Einfaches Beispiel: Ein Arbeitnehmer hat 22 Urlaubstage offen, was einem Arbeitsmonat entspricht. Die Rückstellung beträgt dann ein Monatsgehalt plus Arbeitgeberanteil zur Sozial­versicherung.

Was viele vergessen: Genauso muss man eine Rückstellung bilden für offene Überstunden am 31. Dezember.

Haben Sie ein abweichendes Wirtschaftsjahr? Dann haben Ihre Mitarbeiter am Bilanzstichtag auch schon anteilig einen Anspruch auf Weihnachtsgeld verdient, der ebenfalls als Rückstellung abgebildet werden muss. Beispiel: Sie haben zehn Mitarbeiter, und jeder bekommt im Dezember 3.000 Euro Weihnachtsgeld. Macht mit Arbeitgeberanteil 3.600 mal zehn = 36.000 Euro. Das Wirtschaftsjahr läuft vom 1. Juli bis 30. Juni. Am 30. Juni haben die Mitarbeiter schon die Hälfte des Weihnachtsgelds „verdient“. Es muss daher eine Rückstellung gebildet werden in Höhe von 18.000 Euro (Hälfte von 36.000 Euro).


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