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04.08.2014

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Wenn der Prüfer vermeintlich harmlos mit Ihnen plaudert

Auch Betriebsprüfer sind Menschen – warum sollte man sich also nicht mit ihnen über ganz alltägliche Themen wie Urlaub, Autos oder Kinder unterhalten? Manche Prüfer fragen aber nicht einfach so absichtslos, sondern hoffen, in der Antwort Hinweise auf Ansatzpunkte für Steuer-Nachzahlungen zu finden.

Hier ein paar typische - nur scheinbar unverfängliche - Fragen:

  • „Das sind aber nette Kinder, sind das alles Ihre Kinder? Wie alt sind die denn heute?“ Woran der Prüfer in Wahrheit denkt: Ist die im Betrieb beschäftigte Ehefrau überhaupt in der Lage, Vollzeit dort zu arbeiten, wenn sie doch drei kleine Kinder hat? Ist der Arbeitsvertrag daher womöglich nicht anzuerkennen?
  • „Schickes Auto! Und welches Modell fahren Sie denn privat?“ Hintergedanke: Falls es kein zusätzliches Privatauto gibt, könnte die behauptete 100-prozentige betriebliche Nutzung erfunden sein.
  • „Ein herrliches Strandfoto. Ist das am Mittelmeer?“ Was der Prüfer denkt: Sind womöglich urlaubsbedingte Flugreisen in der Buchhaltung gelandet? Wurde ein Firmenauto für Urlaubsreisen genutzt? Oder gibt es gar ein mit Schwarzgeld bezahltes Ferienhaus?
  • „Dieser Schreibtisch sieht so ordentlich aus – da arbeitet wohl gar niemand?“ Was der Prüfer denkt: Vielleicht arbeitet da doch jemand, bei dem ein Heimarbeitsplatz behauptet wurde, sodass der Prüfer nun Fahrten  zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nachversteuern kann.

 


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