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31.03.2014

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So sparen Sie sich unnütze Arbeit bei der Bilanz

Viele Buchhalter machen sich unnütze Arbeit, in dem sie jeden Kleinkram abgrenzen - vor allem Vorauszahlungen im alten Jahr, die auch das neue Jahr betreffen. Typische Beispiel: Vorausgezahlte Versicherungen, Kfz-Steuer, Telefonbucheinträge usw.

Das verlangt jedoch niemand: Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass man nur Beträge über 410 Euro abgrenzen muss. Maßgeblich ist dabei nicht die Summe, sondern jede einzelne Position (BFH, 18.03.10, X R 20/09, BFH/NV 10, 1796). Beispiel: Die X-GmbH (Bilanzstichtag 31. Dezember)  hat zehn Fahrzeuge im Fuhrpark, die alle im zweiten Halbjahr zugelassen wurden. Die Kfz-Steuer beträgt je Fahrzeug 400 Euro und wird immer für zwölf Monate im Voraus fällig. Die GmbH bucht die vollen 4.000 Euro als Aufwand ohne aktive Rechnungs-Abgrenzung (ARAP), da je Einzelposition 410 Euro nicht überschritten werden.

Fazit: Eine aktive Rechnungsabgrenzung müssen Sie nur bilden, sofern die Einzelposition (nicht die Summe!) über 410 Euro ausmacht.


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