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29.10.2012

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Auf Fahrtenbuch kann man nicht unterjährig umstellen

Mit einem Fahrtenbuch darf man - zumindest wenn man auf die Anerkennung durch das Finanzamt Wert legt - nicht während eines Jahres beginnen. (FG Münster, 27.04.12, 4 K 3589/09 E, EFG 12, 1450/s. a. R 8.1 Abs. 9 Nr. 3 Satz 1 LStR)

Der entschiedene Fall lag so:
Ein Angestellter mit Dienstwagen ermittelte den geldwerten Vorteil für die Privatnutzung zunächst nach der Ein-Prozent-Regel. Während des Jahres ging der Dienstwagennutzer zur Fahrtenbuch­methode über, weil nach der Geburt des dritten Kindes der Dienstwagen für die Privatfahrten zu klein war. Das Finanzamt erkannte das nicht an und setzte den geld­werten Vorteil insgesamt nach der Ein-Prozent-Regel an.

Das Finanzgericht entschied: Ein Fahrtenbuch muss für ein ganzes Kalenderjahr geführt werden, wenn es als „ordnungsgemäß“ anerkannt werden soll. Ansonsten würde nämlich eine Manipulationsgefahr dahingehend bestehen, dass bestimmte Zeiträume mit höherem Privatnutzungsanteil - insbesondere Urlaubszeiten - nicht erfasst werden und somit ein verzerrtes Ergebnis entsteht. Die Mühe für das halbjährig geführte Fahrtenbuch war also für die Katz'.

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