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21.12.2005

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Steuerstrategie 2006 für Ihren Geschäftswagen

Die gute Nachricht vorneweg: Die Anhebung der Ein-Prozent-Regel auf 1,5 Prozent kommt definitiv nicht. Aber dennoch wurde per 01.01.06 eine deutlich ungünstigere steuerliche Behandlung von Geschäftswagen eingeführt.

Die Verschärfung betrifft vor allem Autos unter 50 Prozent betrieblicher Nutzung: Hier soll die pauschale Ein-Prozent-Regelung nicht mehr anwendbar sein. Hier wird künftig das Fahrtenbuch zur Pflicht. Wer keines führt, darf nichts mehr absetzen.

Für Autos mit über 50 Prozent betrieblicher Nutzung ändert sich nichts: Hier bleibt es bei der Ein-Prozent-Regel.

Derzeit noch unklar: Wie soll der Unternehmer nachweisen, dass er sein Auto über 50 Prozent betrieblich nutzt? Muss jetzt etwa jeder Unternehmer Fahrtenbuch führen? Das wäre eine extreme Verbürokratisierung, die mit Steuervereinfachung rein gar nichts zu tun hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Finanzverwaltung hier eine Vereinfachungsregel anbieten wird.

Bevorzugt sind GmbH-Chefs und Arbeitnehmer: Wenn ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer (auch z. B. einem GmbH-Geschäftsführer) ein Fahrzeug zur privaten Mitnutzung überlässt, ändert sich nichts - weder für den Unternehmer noch für den Arbeitnehmer.

Ausweichstrategie für Sie: Versuchen Sie, Zweit- und Drittautos im Rahmen eines Familien-Arbeitsvertrages zu überlassen. Dann wird der Umfang der betrieblichen Nutzung nicht geprüft und Sie können weiterhin die günstige Ein-Prozent-Regelung nutzen. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe unseres Beratungsbriefs ...


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