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25.11.2005

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Steuerspar-Fonds rückwirkend per 11. November gestoppt

Die Bundesregierung hat am 24.11.05 einen Gesetzentwurf beschlossen, der Steuersparfonds den Garaus machen soll ...

"Hauptopfer" sollen vor allem Windpark-, Medien-, Videospiel- und Schiffsfonds sein. Wer nach dem 10.11.05 einem solchen Fonds beitritt, der kann die daraus resultierenden Verluste nicht mehr mit anderen Einkünften verrechnen. Möglich soll nur noch ein Ausgleich mit zukünftigen Gewinnen aus derselben Beteiligung sein. Dadurch dürfte 99 Prozent dieser Fonds der Boden entzogen sein, denn akzeptable Vor-Steuer-Renditen schaffen die wenigsten.

Wann genau ist ein Fonds betroffen? Nicht ausgleichsfähig sollen solche Verluste immer dann sein, wenn " … auf Grund eines vorgefertigten Konzepts die Möglichkeit geboten werden soll, zumindest in der Anfangsphase der Investition Verluste mit übrigen Einkünften zu verrechnen." (§ 15b EStG)

Nicht betroffen: Fälle, bei denen die Anfangsverluste unter zehn Prozent des Eigenkapitals liegen (was in der Praxis nie vorkommt), fallen nicht unter die Neuregelung. Unklar ist, unter welchen Voraussetzungen auch Kapitalanleger-Wohnungen unter die Neuregelung fallen. IZW hält Sie auf dem Laufenden.

Sie sind schon vor dem 10.November beigetreten? Dann sind Sie zwar von dem neuen Gesetz nicht direkt betroffen. Falls Ihr Fonds aber noch nicht alle Anteile verkauft ("platziert") hat, wird er das nun nicht mehr schaffen. Ihr Fonds wird dann vielleicht platzen. Wichtig: Prüfen Sie, ob Sie ein Rücktrittsrecht haben und ob es sinnvoll ist, dieses zu nutzen …


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