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23.11.2012

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Trick zur steuerfreien Schenkung großer Vermögen wurde nun doch nicht (ausdrücklich) gestrichen

Die Schenkungssteuer kann auch bei Kindern im Extremfall bis auf 30 Prozent steigen - bei Nichtverwandten sogar auf 50 Prozent. Allerdings: Noch(!) gibt es ein Schlupfloch, das eigentlich für Unternehmensübertragungen gedacht war. Es klappt zwar nicht, Immobilien oder Aktiendepots in eine Firma einzulegen und diese dann steuerbegünstigt zu übertragen. Denn solches Vermögen gilt als "nicht produktiv"  und ist daher nicht begünstigt.

Trick: Ein reines Festgeldkonto gilt jedoch kurioserweise - im Gegensatz zu Aktien - durchaus als Produktivvermögen, so dass man theoretisch eine GmbH schenkungssteuerfrei übertragen kann, die nichts anderes hat außer zehn Millionen auf dem Festgeldkonto. Das funktioniert sogar bei Schenkung an einen Nicht-Verwandten oder die Lebensgefährtin.

Risiko: Die Begünstigung eines reinen Festgeldkontos steht zwar in einer Verwaltungsanweisung (R E 13b.17 ErbStR 2011), ein Finanzgericht wäre jedoch im Ernstfall nicht daran gebunden. Insofern ist die Gestaltung durchaus auch jetzt schon mit Risiken verbunden.

Aktueller Hinweis: Das Schlupfloch sollte durch das Steueränderungsgesetz 2013 geschlossen werden, aber dieser Plan wurde im November 2012 fallen gelassen. Spätestens nach der Bundestagswahl 2013 wird der Gesetzgeber den nächsten Anlauf machen. Betroffene sollten sich sputen, aber das oben bescgriebene Risiko im Blick behalten!


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