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08.10.2007

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GmbH bald ab 5.000 Euro Einzahlung - `GmbH light` sogar ab 1 Euro

Die Rechtsform `deutsche GmbH` ist in letzter Zeit arg in Bedrängnis geraten. 25.000 Euro Mindest-Stammkapital waren für viele Gründer zuviel. Sie wichen aus auf die englische Limited. Für die meisten entpuppte sich das als schlechte Entscheidung, da die Folgekosten die niedrigen Gründungskosten bald überstiegen. Um die deutsche GmbH wettbewerbsfähig zu halten, hat das Bundeskabinett nun für 2008 eine Reform des GmbH-Rechts angekündigt.

Reduziertes Mindest-Stammkapital: Für GmbH-Gründungen soll in Zukunft nur noch ein Mindeststammkapital von 10.000 Euro notwendig sein. Vom Stammkapital muss ein Viertel, mindestens aber 5.000 Euro eingezahlt werden.

Notar nicht mehr notwendig: Bei einfachen Standardgründungen muss man nicht mehr zwingend zum Notar. Es genügt ein `Mustergesellschaftsvertrag`, den man dann aus dem GmbH-Gesetz übernehmen muss. Ein Muster für die Handelsregisteranmeldung wird dann auch gleich im GmbH-Gesetz enthalten sein. So werden die Gründungskosten dann sogar niedriger sein als bei einer Limited. Bei genehmigungspflichtigen Gesellschaften muss man behördliche Genehmigungen künftig dem Registergericht nicht mehr einreichen (z. B. Handwerk, Gaststätten, Bauträger).

Neue `Unternehmergesellschaft hb` als Gegenstück zur Limited: Wem 5.000 Euro immer noch zuviel sind, der kann nun eine neue `haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft` nutzen, die mit nur einem Euro Stammkapital auskommen soll. Im Namen der Gesellschaft muss der Zusatz `Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)` oder `UG (haftungsbeschränkt)` genannt werden. Zwangs-Rücklage: Diese neue `Unternehmergesellschaft hb` muss jedes Jahr ein Viertel des Gewinns einer gesetzlichen Rücklage zuführen, bis 10.000 Euro erreicht sind. Wenn diese Rücklage 10.000 Euro erreicht hat, darf sich die `UG` umwandeln in eine normale GmbH.


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