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03.06.2014

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Profitieren Sie für Ihre Steuer von diesen Musterverfahren

Steuergesetze sind sehr allgemein und lassen viele Fragen offen. Oft kommt es daher zu unterschiedlichen Auffassungen zwischen Finanzämtern und Steuerzahlern. Diese landen dann vor dem obersten Steuergericht, das über die Auslegung entscheiden muss.

Falls Sie von solchen Problemen betroffen sind, können Sie bzw. Ihr Steuerberater gegen Ihren Steuerbescheid Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens nach § 363 AO beantragen. Hier eine Auflistung aktueller Verfahren:

•    Pauschalsteuer auf Geschenke als Betriebsausgabe abziehbar? Die Finanzverwaltung meint, dass man die Pauschalsteuer nach § 37b EStG - mit deren Zahlung vermeidet man die Steuerpflicht des Geschenks beim Empfänger - nicht als Betriebsausgabe absetzen kann, wenn das Geschenk nicht abzugsfähig ist. Ob das wirklich so ist, klärt der BFH unter Aktenzeichen IV R 13/14.

•    Kann der Ehegatte Zinszahlungen für seinen Ehepartner absetzen? Der Ehemann hatte ein Bürogebäude, das seiner Frau gehörte, betrieblich genutzt und alle Kosten bezahlt. Kann der Mann als Unternehmer diese Kosten absetzen? Oder die Frau, die zwar Eigentümer ist, aber nichts bezahlt hat? Oder gar keiner (Az. beim BFH: VIII R 10/14)? Tipp: Ehegatten sollten immer einen Mietvertrag untereinander machen, falls sie sich etwas vermieten, und die Kosten sollte immer der Eigentümer tragen.

•    Gilt die Steuerfreiheit von Trinkgeldern nur im Niedriglohnsektor? Trinkgelder sind üblich in der Gastronomie, bei Friseuren oder im Taxigewerbe. Was ist, wenn Arbeitnehmer mit ordentlichen Gehältern üppige Geschenke von Kunden des Arbeitgebers erhalten? Fällt das auch unter den Begriff „Trinkgelder“? (Az. beim BFH: VI R 6/14)

•    Vorsteuerabzug für beide Ehegatten bei Geschäftsimmobilien-Mietvertrag? Manchmal möchte der Vermieter den Vertrag mit beiden Ehepartnern unterzeichnen, aber nur ein Ehegatte nutzt die Immobilie geschäftlich. Hat derjenige dann vollen Vorsteuerabzug oder nur den halben (Az. beim BFH: V R 4/14)? Tipp: Den Mietvertrag sollte nur der Ehegatte unterschreiben, der unternehmerisch tätig ist. Ist das nicht möglich, sollte der andere Ehegatte seine Hälfte weitervermieten an den unternehmerischen Ehegatten.

•    Werbungskostenabzug bei der Abgeltungssteuer? Wer Kapitalanalgen auf Kredit kauft, kann die Zinsen nicht absetzen. Ebenso wenig sind Depotverwaltungsgebühren oder Gebühren für einen Vermögensverwalter abzugsfähig. Auch dagegen laufen einige Musterverfahren. (Az. beim BFH: VIII R 13/13 und VIII R 18/14)

 


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