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12.05.2014

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Können Sie einen Oldtimer im Betriebsvermögen haben?

Betriebsprüfer schmeißen gerne Oldtimer aus dem Betriebsvermögen und behaupten, es sei nicht erlaubt, die Kosten als Betriebsausgabe abzusetzen.

Doch das ist nicht generell so richtig: Fakt ist, dass es zwei Urteile gibt, bei denen sehr kostspielige Oldtimer steuerlich nicht anerkannt wurden. Einmal ging es um ein 1964er-Mercedes-300-Cabrio, das innerhalb von vier Jahren 250.000 DM Kosten verursacht hatte. In einem anderen Fall wurde ein kostenintensiver „Jaguar E-Type“ von 1973 nicht anerkannt. (BFH, 05.02.07, BFH NV 07, 1106; BFH, 10.08.11, I B 42/11, BFH/NV 11, 2097). Diese beiden Urteile verallgemeinern manche Betriebsprüfer, und übervorsichtige Steuerberater und folgern daraus unzulässig, dass Oldtimer generell nicht anerkannt würden. Ein solches generelles Verbot gibt es jedoch nicht.

Fazit: Falls ein Oldtimer nur angemessene Kosten verursacht, gibt es keinen Grund, ihn nicht zum Betriebsausgabenabzug zuzulassen. Letztendlich hat ein Klassiker ja sogar viel weniger Wertverlust, während ein moderner Geschäftswagen pro Jahr leicht 10.000 bis 15.000 Euro Abschreibung bzw. Leasingkosten verursacht.

Tipp: Nur voll restaurierte Oldtimer (bzw. „Survivor“) ins Betriebsvermögen überführen. Wer ein Wrack anschafft und die Restaurierung als Betriebsausgabe absetzen will, wird beim Finanzamt scheitern.


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