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19.08.2013

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Steuersparchancen und Steuerfallen rund um den Urlaub

Rund um den Urlaub gibt es eine Menge Steuerfallen, aber auch Steuersparchancen. Hier die wichtigsten:

Aufteilung von „Urlaubs-Geschäftsreisen“ möglich: Früher war der komplette Betriebsausgabenabzug für eine Geschäftsreise kaputt, wenn man sie mit einem Urlaub kombinierte. Heute kann man nach den Zeitanteilen aufteilen (BMF, 06.07.10, BStBl. I 10, 614), solange es einen nachvollziehbaren beruflichen Grund für den geschäftlichen Teil der Reise gibt. Macht der Urlaubsanteil allerdings 90 Prozent oder mehr aus, fällt alles unter den Tisch.

Urlaubsanspruch bei Minijobbern: Auch Minijobber haben einen Urlaubs­anspruch, auch wenn er ihnen oft vorenthalten wird. Dass es bei Aushilfen mit wechselnden Einsatzzeiten schwierig ist, diesen Anspruch auszurechnen, ändert daran nichts. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Oft kommt es nämlich vor, dass Minijobber ihren Urlaubs-Anspruch gar nicht einfordern.

Urlaubsgeld für Minijobber: Mit Urlaubsgeld ist nicht die Lohnfortzahlung während des Urlaubs gemeint, sondern eine Extrazahlung zusätzlich zum Gehalt. Diese kann bei Minijobbern, die die 450-Euro-Grenze schon ausgeschöpft haben, teuer werden. Denn Finanzamt und Sozialkassen legen das Urlaubsgeld auf alle zwölf Monate des Jahres um, so dass die 450-Euro-Grenze in manchen oder allen Monaten gesprengt werden kann. (FG Baden-Württemberg, 20.10.05, EFG 2006, 332)

Umwandlung von normalem Urlaubsgeld in Erholungsbeihilfen: Das ist problemlos möglich - sofern im Arbeitsvertrag kein Anspruch auf das Urlaubsgeld besteht und solange es keinen Betriebsrat gibt, der einer Umwandlung zustimmen müsste (FG Köln, 04.06.96, EFG 1997, 110; BMF 22.05.13, BStBl. I 13, 728). Jeder Arbeitnehmer kann pro Jahr maximal 156 Euro bekommen, zusätzlich 104 Euro für den Ehegatten und 52 Euro je (kindergeldberichtigtes) Kind. (§ 40 Abs. 2 Nr. 3 EStG)

Keine falsche Scham bei Nutzung des Geschäftswagens: Bei einer Urlaubsreise mit dem pauschal nach der Ein-Prozent-Regel versteuerten Geschäftswagen kann man auch das Benzin auf der Urlaubsfahrt an die Costa Brava absetzen – wenngleich auch ohne Abzug von Vorsteuer. Mit der Ein-Prozent-Regel ist alles abgegolten, außer Autobahnmaut und Fähren.

Steuerfalle beim Fahrtenbuch:
Eine private Urlaubsreise mit einem Geschäftswagen, für den man Fahrtenbuch führt, treibt den Privatanteil nach oben. Daran sollte man denken und vielleicht ein anderes Auto für den Urlaub verwenden.


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