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10.06.2013

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Fehler des Finanzamts können Sie schamlos ausnutzen

Ein Freiberufler hatte eine Steuererklärung mit einem Gewinn abgegeben. Der Finanzbeamte tippte diesen aber mit einem Minuszeichen in den Computer ein, so dass aus dem Gewinn ein Verlust wurde. Das Finanzamt bescheinigte den Verlust separat und dieser Bescheid wurde bestandskräftig. Der Freiberufler setzte den Verlust dann im nächsten Jahr als „Verlustvortrag“ an. Jetzt erst bemerkte das Finanzamt seinen eigenen Fehler und warf dem Mann Steuerhinterziehung vor.

Zu Unrecht: Das war keine Steuerhinterziehung, da der Mann nicht über Tatsachen getäuscht hat. Das Finanzamt muss ihm den Verlustabzug sogar zugestehen, weil der Verlustfeststellungsbescheid bestandskräftig geworden war. (BFH, 04.12.12, VIII R 50/10, DStR 13, 703)

Fazit: Wenn Sie selber Fehler machen und das Finanzamt diese übernimmt, müssen Sie das geraderücken. Macht das Finanzamt von sich aus ohne Ihr Zutun Fehler, dürfen Sie schweigen und niemand darf Ihnen daraus „einen Strick drehen“.


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