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02.04.2013

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Vorzeitiger Vorsteuerabzug ist Steuerhinterziehung

Hand aufs Herz: Wenn Sie am 2. Mai eine Rechnung erhalten mit Datum „30. April“, buchen Sie diese (mit Vorsteuerabzug) in den April oder erst in den Mai?

Korrekt wäre der Mai: Denn der Vorsteuerabzug ist (erst) für den Erklärungszeitraum vorzunehmen, in dem alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Lieferung von Gegenständen bzw. die Dienstleistung muss also „bewirkt“ worden sein und der Steuerpflichtige muss im Besitz einer Rechnung sein. (Vgl. EuGH, 29.04.04, C-152/02, „Terra Baubedarf-Handel GmbH“; BFH, 01.07.04, V R 33/01, DStR 04, 1560)

Aber es machen doch alle so? Trotzdem ist es nicht korrekt. Wenn alle im Halteverbot parken, wird trotzdem kein öffentlicher Parkplatz draus.

Was kann passieren? Der vorzeitige Vorsteuerabzug stellt eine Steuerhinterziehung dar. In der Praxis wird allerdings kaum ein Betriebsprüfer darauf achten, denn er würde dann für April eine Nachzahlung kassieren und müsste Ihnen im Mai eine betragsgleiche Erstattung gewähren. Brenzlig wird es allerdings um den Jahreswechsel. Denn wenn Sie für 2012 Vorsteuer ziehen aus erst 2013 eingegangenen Rechnungen, ist die Umsatzsteuer-Jahres­erklärung 2012 falsch.

Fazit: Wer korrekt sein will, holt sich die Vorsteuer erst im Monat des Rechnungseingangs. Wer pragmatisch vorgehen will, achtet zumindest bei hohen Rechnungen auf die richtige Zuordnung, und außerdem rund um den Jahreswechsel.


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