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21.08.2012

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Weiterer Ankauf von Steuer-CDs und was das für Betroffene bedeutet

Ob das Steuerabkommen mit der Schweiz jemals in Kraft tritt, ist höchst zweifelhaft. Unbeirrt setzt das Bundesland Nordrhein-Westfalen auf den Ankauf illegal beschaffter Daten-CDs, um Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen. Die Zahl der Selbstanzeigen steigt bereits wieder massiv an, aber einige Schummler scheinen starke Nerven zu haben und bauen darauf, niemals auf einer Daten-CD gefunden zu werden. Für alle Fälle hier der Strafrahmen, falls man doch erwischt wird und nicht zuvor noch schnell eine Selbstanzeige abgeben konnte.

Gefängnisstrafe ohne Bewährung: Haft droht stets bei einer Hinterziehung von über einer Million innerhalb von einem Jahr. Das ist natürlich durch die bloße Anlage von Geld kaum zu erreichen, man müsste hier schon hundert Millionen verzinslich anlegen und die Zinsen geheim halten. Man darf aber nicht vergessen, dass bei einer Aufdeckung von Schwarzgelddepots bisweilen auch die Frage nach der Herkunft des Geldes gestellt wird. War bereits die Einkommensquelle schwarz, kann es mit der Million Hinterziehung schneller gehen als gedacht.

Gefängnisstrafe mit Bewährung:
Zwischen 100.000 und einer Million Hinterziehung in einem Jahr gilt als "besonders schwere Steuerhinterziehung", wobei das Gericht die Strafe in aller Regel noch zur Bewährung aussetzen kann. Im Einzelfall kann eine Freiheitsstrafe mit Bewährung sogar auch bei Hinterziehungsbeträgen zwischen 50.000 und 100.000 Euro festgesetzt werden.

Strafbefehl mit Geldstrafe: Der "Vorteil" eines Strafbefehls ist: Es gibt keine Gerichtsverhandlung. Die ganze Sache kann diskret geregelt werden. Unterhalb von 50.000-Euro-Hinterziehung wird stets einfache Steuerhinterziehung angenommen. Weiterer Vorteil: Hier gilt noch die alte Fünfjahres-Verjährungsfrist, sodass getürkte Steuererklärungen, die vor September 2007 abgegeben wurden (Stand: August 2012) bereits verjährt sind.

Wichtiger Hinweis zur Selbstanzeige:
Diese wurde im Mai 2011 stark verkompliziert. Wer darüber nachdenkt, sollte sich zwingend an einen Fachanwalt oder Steuerberater wenden, der sich genau in diese Neuerungen eingearbeitet hat.

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