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17.08.2012

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Ein Prozent-Regelung auf dem Prüfstand – trotzdem lieber im Moment nichts ändern

Immer wieder wird an der Ein-Prozent-Regelung für die private Dienstwagennutzung bemängelt, dass keine Rabatte berücksichtigt werden und vor allem bei Gebrauchtwagen der steuerpflichtige "geldwerte Vorteil" viel zu hoch sei. Nun wird sich erstmals der Bundesfinanzhof, das oberste deutsche Steuergericht, mit dem Thema beschäftigen (Az VI R 51/11). Zuvor hatte allerdings schon das Finanzgericht Niedersachsen erklärt, dass es trotz allerlei systematischer Mängel an der Ein-Prozent-Regel das gute Recht des Gesetzgebers sei, vieles über einen Kamm zu scheren. Der Gesetzgeber sei nicht verpflichtet, die gesetzliche Regelung zu ändern. Selbst dann nicht, wenn kaum ein Auto noch zum offiziellen Bruttolistenneupreis verkauft wird.

Unser Rat: Auch wenn einige „Steuer-Revolverblätter“ dazu raten, nun kategorisch bei allen Mitarbeitern und beim Chef selber die Bemessungsgrundlage für die Ein-Prozent-Regelung gleich mal um 20 Prozent zu reduzieren, so raten wir dringend davon ab. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Bundesfinanzhof die Sache ähnlich sehen und keinen Änderungsbedarf bei dieser Regelung finden.

Risiko: Wer nun vorprescht, und auf eigene Faust die Ein-Prozent-Regel niedriger ansetzt, wird im Zweifel selber für Nachzahlungen haften müssen.

Fazit: Viel Lärm um nichts, die Ein-Prozent-Regel wird wahrscheinlich unverändert so fortbestehen bleiben.


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