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13.10.2011

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Was Sie über die elektronische Lohnsteuerkarte "ELSTAM" wissen sollten

Die letzten Papierlohnsteuerkarten wurden für 2010 ausgestellt. Sie sind bis Ende 2011 gültig. Ab 01.01.12 soll dann das – ursprünglich schon für 2011 vorgesehene - neue elektronische "ELSTAM"-Verfahren zuverlässig funktionieren und die Lohnsteuerkarte dann endgültig überflüssig machen.

Falls Ihre Lohnabrechnungen über den Steuerberater oder einen Dienstleister gemacht werden: Dann hat sich dieser sicherlich schon für das Verfahren registriert und ist in der Lage, alle Daten Ihrer Arbeitnehmer für Sie abzurufen und in das Lohnabrechnungsprogramm einzulesen. Sie brauchen sich um nichts mehr zu kümmern.

Selbst ist der Lohnbuchhalter? Falls Sie selbst die Gehaltsabrechnungen in Ihrem Betrieb mit einer eigenen Software erstellen, müssen Sie sich als Arbeitgeber registrieren und identifizieren, damit Sie berechtigt sind, die Daten der Arbeitnehmer elektronisch abzurufen. Diese Registrierung funktioniert über die Internetseite www.elster.de.

Info für Ihre Arbeitnehmer: Im Zeitraum Oktober/November 2011 werden rund 40 Millionen Schreiben an Arbeitnehmer versandt, auf denen die Merkmale genannt werden, die bisher auf der Lohnsteuerkarte zu finden waren (Steuerklasse, Kirchenzugehörigkeit, Kinderfreibeträge, Pauschbeträge für Behinderte). Ihre Arbeitnehmer sollen die Daten genau prüfen und Änderungen bitte an das Finanzamt senden.

Sie als Chef sind nicht für Änderungen zuständig! Was tun Sie, wenn sich ein Arbeitnehmer bei Ihnen beschwert: "Ich habe aber eine andere Steuerklasse, noch ein weiteres Kind bekommen usw.", und Sie auffordert, das in Ihrer Gehaltsabrechnungssoftware zu berücksichtigen? Lehnen Sie das ab, denn Sie sind der falsche Ansprechpartner dafür. Ihr Mitarbeiter muss derartige Änderungen an sein Finanzamt melden, dann werden die geänderten Daten im zentralen Computer gespeichert und beim nächsten Abruf der Lohnsteuermerkmale durch die Gehaltsabrechnungsstelle (Steuerberater oder Sie selbst) automatisch berücksichtigt. Sie als Arbeitgeber dürfen nicht z. B. die Anzahl der Kinderfreibeträge oder die Lohnsteuerklasse eigenmächtig verändern, so wie Sie ja auch früher nicht die Lohnsteuerkarte verändern durften.

ELSTAM nicht mit ELENA verwechseln:
Es gab noch ein so genanntes ELENA-Verfahren, in dem es um elektronische Lohnnachweise für Elterngeld, Arbeitslosengeld usw. ging. Dieses ELENA-Verfahren ist gestorben. Das ELSTAM-Verfahren ist aber quicklebendig und startet am 1. Januar 2012.


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